Otter-Zentrum: Masterplan zeigt Strategien für die nächsten zehn Jahre auf

Wald stärker in den Fokus

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Das Hankensbütteler Otter-Zentrum will sich tragfähig für die Zukunft aufstellen. Dabei helfen soll der Masterplan mit konkreten Empfehlungen für die nächsten zehn Jahre. Nun muss geprüft werden, welche Maßnahmen umgesetzt werden.

Hankensbüttel. Der angekündigte Masterplan für die nächsten zehn Jahre des Hankensbütteler Otter-Zentrums liegt nun vor. Auf über 130 Seiten wurde die Naturerlebnis-Einrichtung auf Herz und Nieren geprüft.

Es werden Empfehlungen für die inhaltliche Weiterentwicklung unter der Prämisse einer räumlichen Erweiterung gegeben. Der Masterplan wurde von Experten eines Bremer Projektentwicklers erarbeitet.

Otter-Zentrum-Chef Dr. Oskar Kölsch zeigt sich im IK-Gespräch mit dem Gesamtergebnis zufrieden: „Uns wurde eine ganz gute Arbeit bescheinigt.“ Grundsätzlich wird eine räumliche Erweiterung durch die Gutachter positiv bewertet. Dabei solle das erfolgreiche Konzept mit Schaufütterungen und interessanten Perspektiven auf Tiere und Lebensräume sowie mit Spielen und Infostationen weiterentwickelt und geschärft werden. In der Erweiterungsfläche solle der Lebensraum Wald stärker thematisiert werden.

Auch die Idee, die Beziehungen des Menschen zu den Tieren und ihren Lebensräumennoch stärker in den Fokus zu rücken, wird befürwortet. Es solle jedoch bei allen Maßnahmen auch in Zukunft auf die Glaubwürdigkeit als ein Projekt eines Naturschutzverbandes und eine weiter klare Positionierung geachtet werden. Die Empfehlung: Als Alleinstellungsmerkmal sollte der Otter auch im bestehenden Gelände noch präsenter werden. Neue Tierarten sollten – ausgewählt nach der Zugehörigkeit zum Lebensraum (Hecke, Heide, Wald, Gewässer, Moor, Sumpf, Dorf) oder der Verwandtschaft zum Otter – den vorhandenen Tierbestand stärken. Die Tiere sollten auch weiterhin so präsentiert werden, dass Besucher emotional angesprochen werden.

Kölsch hatte im vergangenen August auf Basis von einer groben, ersten Kostenschätzung davon gesprochen, dass innerhalb der zehn Jahre rund 1,2 Millionen Euro investiert werden sollen. Voraussichtlich geht es um drei neue Gehege – je nachdem, welche finanziellen Mittel vorhanden sind, um welche Tierart es sich handelt und ob möglicherweise zwei Tierarten in einem Doppelgehege gehalten werden können.

Derzeit sieht es laut Kölsch so aus, dass aufgrund der rechtlichen Lage wohl nicht tierische Neubürger wie Waschbär oder Marderhund gehalten werden können. In eines der Gehege soll aber der von den Gästen gewünschte Biber kommen. „Er braucht Wasser. Wir werden ihn nicht im Waldbereich halten.“ Vielmehr wird das Gehege wohl im bestehenden Gelände im Bereich des Iltis-Sumpfes positioniert.

Von Paul Gerlach

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