Hankensbütteler Gemeinderat lehnt Anträge mehrheitlich ab

Vorerst keine Disc-Golf-Anlage für Hankensbüttel

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Passt hier eine Disc-Golf-Anlage hin? Erste Ideen wurden bei der Ratssitzung vorgestellt, fanden aber unter den Ratsmitgliedern keine Mehrheit. 

Hankensbüttel – Soll es eine Disc-Golf-Anlage in Hankensbüttel geben oder nicht? Dies wurde bei der jüngsten Gemeinderatsitzung im Bürgerhaus diskutiert. Lehrerin Ines Damerau vom Gymnasium erläuterte die Sportart und dass sie im Gymnasium bereits gespielt wurde.

Eine Anlage gegenüber, angrenzend an das Otter-Zentrum und auch für die Bürger und Touristen wäre daher wünschenswert, sagte sie. Doch diese Fläche soll gerade neu gestaltet werden.

Im Landkreis existiert etwa am Tankumsee eine solche Anlage, in der Kreisstadt konnte bisher kein Grundstück dafür gefunden werden. „Man kann die Idee mit in die Neugestaltung des Platzes einbringen. Daher bin ich dafür, den Antrag zunächst zurückzustellen“, sagte Klaus-Peter Dierks (CDU). „Es wäre schlecht, die Disc-Golf-Anlage im Nachhinein einzubringen.“ Claudia Schulze (CDU) zeigte sich begeistert von der Idee, hatte die Sportart bereits selbst ausprobiert. Auch Monika Geertsema (SPD) sprach sich dafür aus. „Aber man muss abwarten, was alles auf dem Gelände passiert.“

Dass die Idee bereits in den Fraktionen und im Verwaltungsausschuss abgelehnt wurde, darauf wies Peter Dietz (Grüne) hin. „Schön, wenn man Wünsche hat, aber für uns ist diese Disc-Golf-Anlage total überflüssig.“ Ingrid Wrede (FDP) fragte: „Und wer kümmert sich um die Anlage, und wenn es zu Vandalismus kommt? Wenn das Gymnasium eine solche Anlage haben will, soll der Landkreis dafür sorgen“, meinte sie. Elisabeth van Werde (CDU) hielt dagegen: „Toll, wenn man sowohl für die Jugend wie auch die älteren Leute etwas machen kann. Das Gymnasium hat für solch eine Anlage keinen Platz. Was spricht also dagegen, so etwas einzurichten?“, fragte sie. Auch Dierks entgegnete: „Wenn wir immer Angst vor Vandalismus haben, können wir nie etwas machen.“

Reinhard Weißmann (WIH) wiederum lehnte eine Anlage ab. „Es gibt zwei Anlagen im Landkreis und rund den Allersee in Wolfsburg. Diese Anlage hat einen enormen Platzbedarf. Der ist am Allersee gegeben. Aber man muss auch das Einwohnerpotenzial dafür haben.“ Und fünfzehnminütige Pausen reichten zum Spielen nicht aus, die Schule hätte weniger davon.

Henning Buhr (CDU) schlug vor, den Tagesordnungspunkt abzulehnen und eine Anlage in die Ideen für ein Gesamtkonzept zur Neugestaltung des Geländes zwischen Musental und Otter-Zentrum einzubeziehen. Mit knapper Mehrheit von sieben zu fünf Stimmen wurde der Antrag von Buhr abgelehnt. Den Beschlussvorschlag der Verwaltung, nach dem eine Disc-Golf-Anlage auf dem Freizeitgelände zwischen Bolzplatz und Grillplatz errichtet werden soll, lehnte der Rat mit sieben zu drei Stimmen bei zwei Enthaltungen ebenfalls ab.

VON BURKHARD OHSE

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