Sanierung schreitet gut voran

Volle Polderflächen am Isenhagener See: Saugbagger ist durch

Nach der Entschlammung des Isenhagener Sees sind die Polderflächen alle gefüllt. Der Schlamm soll sich dort nun bis März, April absetzen.
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Nach der Entschlammung des Isenhagener Sees sind die Polderflächen alle gefüllt. Der Schlamm soll sich dort nun bis März, April absetzen.
  • Paul Gerlach
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Hankensbüttel – Bei der Sanierung des Isenhagener Sees sind die Arbeiten seit dem Start im Oktober gut vorangeschritten.

Die Mitarbeiter, die den Saugbagger im Einsatz hatten und sich um das Hin- und Herpumpen des Schlamm-Wasser-Gemisches zu den Polderflächen östlich der Sudendorfallee kümmerten, sind abgerückt. Die Rohre, die noch am Parkplatz des Otter-Zentrums liegen, werden noch abgeräumt, sagte Rainer Nuth (SPD) im Hankensbütteler Bauausschuss.

An den drei Polderflächen stehe noch der Container mit dem Trennmittel für das Wasser und den Schlamm, erläuterte der Ausschussvorsitzende. Die Becken seien komplett mit Schlamm gefüllt, die Arbeiten mit dem Saugbagger beendet. Die Gemeinde will dort Schilder aufstellen, die vor dem Betreten der Schlammbecken warnen. Wie Heinz Gödecke von der Verwaltung mitgeteilt worden ist, soll der Schlamm voraussichtlich nicht belastet und damit biologisch abbaubar sein. „Er kann daher wohl ausgebracht werden.“

Nach der erzwungenen Winterpause müssen im Sinne der Vorstufe noch die Röhrichtzonen am Ostufer fertiggestellt werden. Da das Wasser dort 1,50 Meter tief ist und Röhricht 1 Meter benötigt, soll dort Mineralgemisch aus der schlammfreien Mitte des Sees aufgetragen werden, so Gödecke. Zwei 20 Meter lange Sandbänke sind dort vorgesehen. Zwei unterspülte Bäume bieten weitere Zufluchtsorte für die Tierwelt.

Anfang 2020 geht es mit der Planung der Vorstufe und der Einrichtung des Rückhaltebeckens weiter, so Gödecke. Beim Hankensbütteler Bach und bei den Grünlandflächen seien Vertiefungen oder Schilfanpflanzungen im Gespräch, um die Einleitung von Schmutzfracht aus den Zuläufen zu reduzieren. „Dann kann sie sich dort in der Vorstufe absetzen.“

Laut Nuth soll im nächsten Jahr auch der Ablaufmönch noch ertüchtigt werden. Um nicht aus dem Zeitrahmen zu fallen, solle dies ohne Eingriff in die Bauleitplanung geschehen. „Im Sommer soll der Wasserstand höher sein, damit auch Bewegung im See ist.“ Da es Kapazitäten bei den Polderflächen gegeben habe, sei das Ostufer noch entschlammt worden.

Von den beiden angedachten Angler- und Infostegen soll einer am östlichen Ufer des Sees zum Wald hin und einer zum Otter-Zentrum hin installiert werden.

Da bei all diesen Maßnahmen für die Enteninsel nichts mehr drin war, fragte Thomas Sordel (SPD), ob die Gemeinde dafür nicht Geld in den Haushalt einstellen wolle. Darüber soll im Ausschuss noch gesprochen werden.

VON PAUL GERLACH

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