Wein- und Schützenfeste steigen wohl nicht

Volksfeste in der Samtgemeinde Hankensbüttelsind in der Schwebe 

Beim Hankensbütteler Schützenfest – hier der Parademarsch in 2019 – sowie beim Kinderschützenfest wird es voraussichtlich auch auf eine Absage hinauslaufen.Archiv
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Beim Hankensbütteler Schützenfest – hier der Parademarsch in 2019 – sowie beim Kinderschützenfest wird es voraussichtlich auch auf eine Absage hinauslaufen.

Hankensbüttel / Gannerwinkel – Die Ausrichter der großen Volksfeste aus der Samtgemeinde Hankensbüttel machen sich nur noch wenig Hoffnungen, dass die Feste im Sommer über die Bühne gehen können. Das IK hat sich gestern umgehört.

Das Hankensbütteler Weinfest – hier die Ausgabe in 2018 – wird wohl ebenso wenig stattfinden können ...

Christian Hawellek, Präsident der Schützengesellschaft Hankensbüttel, geht davon aus, dass es auf eine Absage des Schützenfestes sowie des Kinderschützenfestes hinauslaufen wird. Endgültig abgesagt sind die Feste aber noch nicht. Der Vorstand kommt am Montag zu einer Sitzung zusammen, um darüber zu sprechen. Auch der Kreiskönigsball in Hankensbüttel, der am Samstag, 21. März, stattfinden sollte, war bekanntlich in den Spätsommer/Herbst verschoben worden. Man warte auch noch auf eine Mitteilung durch das Land mit präzisen Ansagen. Mit Blick auf die Verträge müsse bis spätestens Anfang Mai eine Entscheidung her, so Hawellek.

... wie das Gannerwinkeler Weinfest (Foto aus Juli 2019), das die Landjugend Hankensbüttel stets organisiert.

Das Hankensbütteler Weinfest wird wohl abgesagt werden müssen. „Das wird wohl so kommen. Zu 99,9 Prozent wird es nicht stattfinden“, glaubt Hagen Schmidt, Vorsitzender des ausrichtenden Gewerbevereins Hankensbüttel. „Es ist schade.“ Bei der Jahreshauptversammlung im Februar waren bereits die Helferteams zusammengestellt worden. Es war über den Auf- und Abbau gesprochen worden, die Musik ist bestellt und der Winzer weiß Bescheid. Bis auf die Details stand somit schon das Grundgerüst der Planung und Vorbereitung. Daraus wird nun wohl nichts – auch wenn das Land noch nicht genau festgelegt hat, was zu Großveranstaltungen zählt und was nicht.

Für Schmidt wäre es das erste Weinfest unter seiner Ägide gewesen. Seine Vorstandskollegen hätten nahezu turnusgemäß die Planungen vorangetrieben, jeder kennt schließlich seine Aufgaben. Nun kann erst in zwei Jahren wieder die nächste Auflage angegangen werden. Schmidt betont aber, dass die Rosenaktion zum diesjährigen Muttertag, wie geplant, ablaufen soll. Diese falle nicht unter die verschärften Regeln.

1500, 1600 Gäste kommen sonst zum Gannerwinkeler Weinfest. „Daher wird es wohl auch unter den Bereich Großveranstaltungen fallen“, schätzt Felix Lilje, Schriftführer bei der Hankensbütteler Landjugend. Doch die jungen Leute haben sich bereits etwas für den Fall der endgültigen Absage überlegt: Es soll definitiv einen Weinverkauf geben. Entweder durch einen Hofverkauf oder über ein Vorverkaufsprogramm. „Wir sind dazu in der Diskussion und mit dem Winzer in Kontakt“, sagt Lilje. Dass es in Sachen Großveranstaltungen so weit kommen könnte, sei abzusehen gewesen und bei der Landjugend hätten alle damit gerechnet.

VON PAUL GERLACH

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