Fläche vergrößert

Vogelschutzgebiet wird bei Blickwedel und Hagen wird Richtung Norden erweitert

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Das Vogelschutzgebiet bei Blickwedel und Hagen erstreckt sich insgesamt über 8514 Hektar. Der größte Teil liegt im Landkreis Celle, im Landkreis Gifhorn sind es rund 1700 Hektar.

Hagen / Blickwedel – Das Landschaftsschutzgebiet „Espenloh, Schalksloh, Rehloh“ bei Blickwedel und Hagen erstreckt sich insgesamt über 8514 Hektar, wovon der größte Teil im Landkreis Celle liegt, etwa 1700 Hektar im Landkreis Gifhorn und eine kleine Teilfläche im Landkreis Uelzen.

Es soll nun erweitert werden – und zwar Richtung Norden. .

Das Gebiet wurde zuerst 1983 an die seinerzeitige EWG gemeldet und seitdem noch einmal neu abgegrenzt, erläutert Kreisrat Rolf Amelsberg auf IK-Anfrage. Der größte Teil des Vogelschutzgebietes im Landkreis Gifhorn überlagert das seit dem 3. Dezember 1938 bestehende LSG „Blickwedel-Hagen“ in der Gemeinde Sprakensehl, der nördlich darüber hinaus gehende Teil berührt ausschließlich Flächen der Niedersächsischen Landesforsten. Unter diesen Umständen soll die Sicherung des EU-Vogelschutzgebietes nicht mit einem Naturschutzgebiet, sondern einer Neufassung der Verordnung und Erweiterung des Landschaftsschutzgebietes vollzogen werden.

Das Vogelschutzgebiet ist das Kerngebiet des einzigen mitteleuropäischen Tieflandvorkommens des Sperlingskauzes, darüber hinaus Brutgebiet für Vogelarten großräumiger, störungsarmer Wälder (Seeadler, Schwarzstorch) und kleinflächiger Wälder in Verbindung mit Gewässern als Brutbiotope des Kranichs. Hierauf richten sich in besonderem Maße die Regelungen der neuen LSG-Verordnung. Weitere Maßgaben beziehen sich auf die landschaftlichen Werte, die schon für die Unterschutzstellung 1938 ausschlaggebend waren – wie Heide(reste) und andere naturnahe Landschaftsteile.

Flächen wurden dazu nicht angekauft. Dies ist laut Amelsberg auch nicht erforderlich, da es sich überwiegend um Waldflächen handelt, die wie bisher weiterhin nachhaltig bewirtschaftet werden dürfen. Mit den betroffenen Eigentümern seien schon einvernehmliche Gespräche zur zukünftigen Nutzung geführt worden.

Nach dem Auslegungsverfahren, dass bis Ende Januar dauert, werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und anschließend muss die Verordnung von den politischen Gremien des Landkreises beschlossen werden. Dies soll in diesem Jahr geschehen, so Amelsberg. Die Karten und die Verordnung können bei der Samtgemeinde Hankensbüttel und beim Kreis eingesehen werden.

VON PAUL GERLACH

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