Samtgemeinde Hankensbüttel hat in diesem Jahr etliche Projekte vor der Brust / Fördergelder helfen

Viele Baustellen in 2018

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An der Hankensbütteler Schulstraße soll der geplante Kita-Neubau entstehen. Mit geschätzten Kosten von etwa 3,2 Millionen Euro handelt es sich um das größte Vorhaben der Samtgemeinde in diesem Jahr.

Samtgemeinde Hankensbüttel. Das Jahr 2018 wird die Verwaltung im Hankensbütteler Rathaus auf Trab halten. Das zeigt allein schon der Blick auf die Vorhaben auf Samtgemeinde-Ebene in diesem Jahr.

Andreas Taebel

Kita-Neubau:
Das größte Vorhaben ist der geplante Kita-Neubau mit fünf Gruppen an der Schulstraße in Hankensbüttel (Gesamtkosten: etwa 3,2 Millionen Euro). Das marode Gebäude auf der Fläche und das verwilderte Grundstück in Richtung Bahnhofstraße werden dabei einbezogen. „Wir haben Fördermittel für den Abriss des Gebäudes zugesagt bekommen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel im IK-Gespräch. Dafür habe belegt werden müssen, dass das Gebäude baufällig ist und nicht mehr genutzt wird. Der Förderbescheid beträgt 150 000 Euro, insgesamt betragen die Kosten für den Abriss sowie die Gestaltung der Außenanlagen 300 000 Euro. Für das Kita-Projekt ist eine europaweite Ausschreibung nötig. Laut Taebel wird sich der Samtgemeindeausschuss Anfang Februar für ein Planungsbüro entscheiden. „Der Spatenstich erfolgt dann hoffentlich zeitnah“, so der Rathaus-Chef über die nächsten Schritte.

So soll der neue Wierstorfer Generationentreff aussehen, der mit einer Fahrzeugbox für die Feuerwehr versehen ist.

Generationentreff mit Fahrzeugbox in Wierstorf:
Für den Bau des Generationentreffs liegt ebenfalls ein Förderbescheid vor. Taebel und Bauamtsleiter Heinz Gödecke haben eine Bedarfsanalyse angefertigt. 120 000 Euro an Fördergeldern sind bewilligt worden. Das Investitionsvolumen beträgt 240 000 Euro – für den Generationentreff 190 000 Euro und für die Box 50 000 Euro. Die Zuwegung fällt in die Zuständigkeit der Gemeinde Obernholz. Dabei soll aber noch geprüft werden, ob eine Förderung über die Dorferneuerung möglich ist.

Friedhof in Masel:
Die Wege auf dem Friedhof, der sich in einem desolaten Zustand befindet, sollen über die Dorferneuerung instandgesetzt werden. Bei einem Investitionsvolumen von 70 000 Euro verbleibt ein Eigenanteil von 30 000 Euro. Daher seien auch Eigenleistungen gefragt, sagt Taebel.

Sanierung Karl-Söhle-Schule in Hankensbüttel:
Die Schule soll in diesem Jahr weiter saniert werden – und zwar das A-Gebäude (Dach, Fenster und Innenbereich) mit bereits bewilligten Bundesmitteln. Bei dem ortsbildprägenden Gebäude könnte laut Taebel auch die Dorferneuerung noch ins Spiel kommen. Die Gesamtkosten betragen voraussichtlich 300 000 Euro oder mehr.

Neben der Dach- und Fenstersanierung soll auch eine energetische Sanierung in mehreren Bauabschnitten erfolgen – auch „um nicht alles auf einmal bezahlen zu müssen“, wie Taebel mit Blick auf die sehr angespannte finanzielle Lage der Samtgemeinde erläutert.

Skatepark:
Das eigentlich für 2019 geplante Vorhaben soll nun schon dieses Jahr angegangen werden, da noch Leader-Fördermittel vorhanden sind. Laut Taebel werden Angebote für den Park eingeholt. Das Ganze soll dann „sportlich“, also möglichst schnell, angegangen werden, sagt Taebel.

Wiethornschule:
Für die Raumnot der Wiethornschule mit steigenden Schülerzahlen sollen laut Taebel „innovative Lösungen“ gefunden werden. Dafür sei ein Arbeitskreis mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie von der Schule gegründet worden. Im Einvernehmen mit der Schule werde die Möglichkeit von Klassencontainern mit ein bis zwei Unterrichtsräumen geprüft. „Mit ihrer guten Ausstattung wären die Container als Übergangslösung für zwei bis fünf Jahre gut geeignet“, so Taebel.

Feuerwehr:
In Wierstorf und Schweimke könnten Fahrzeugbeschaffungen anstehen, falls die derzeitigen Fahrzeuge keine Zulassung mehr erhalten sollten. In diesem Fall müsste in Schweimke über einen Anbau – oder möglicherweise sogar über einen Neubau – beim Gerätehaus beraten werden.

Waldbad Hankensbüttel:
Der Sportsolarboden aus Gummi ist brüchig und rissig. Er soll ausgetauscht werden, 50 000 Euro sind im Haushalt dafür veranschlagt. „Wir müssen schauen, ob wir das wieder als Sportsolarboden machen oder mit einer günstigeren Lösung“, sagt Taebel. Für Spielgeräte im Kinderplanschbecken sind 5000 Euro vorgesehen.

Wirtschaftsförderung:
Drei KMU-Förderanträge sind bei der Verwaltung eingegangen. Alle zielen laut Taebel auf die maximale Fördersumme ab.

Verwaltung:
Am 1. September wird es – nach der Premiere im vergangenen Jahr – von 10 bis 14 Uhr wieder einen Tag der offenen Tür im Rathaus geben.

Von Paul Gerlach

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