Hankensbüttel: Fachausschuss befasst sich mit Bauantrag für Supermarkt / Rat entscheidet

Viel Grün für die Ortsmitte

Mit viel Grün soll die neue Ortsmitte aufgewertet werden. Der Supermarkt wird hinter der vorhandenen Wohnbebauung „versteckt“, das Gelände um die Kirche wird durch die Pflanzung von Bäumen aufgewertet. Skizze: Planungsbüro

Hankensbüttel. Es geht voran mit der Neugestaltung der Ortsmitte in Hankensbüttel. Der Bauantrag für den Neubau eines Discounters liegt inzwischen vor. Nun geht es darum, den Bau im Schatten der St. Pankratiuskirche ans Ortsbild anzupassen.

Am Baukörper selbst kann es keine Veränderungen geben, dafür setzt die Gemeinde auf viel Grün, um den Parkplatz gestalterisch aufzuwerten. Außerdem sollen rund um die Kirche viele Bäume gepflanzt werden.

Da es für den Ortskern weder einen Bebauungsplan noch eine Innenbereichs- oder Gestaltungssatzung gibt, muss ein so genanntes Einvernehmen hergestellt werden. Darüber beriet der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Hankensbüttel am Mittwochabend im Bürgerhaus. Auch einige Zuschauer waren gekommen, um die Debatte zu verfolgen, die vom Vorsitzenden Rainer Nuth (SPD) geleitet wurde.

Wie Bürgermeister Martin Rausch unterstrich, hatte es im Vorfeld Gespräche zwischen Investorin, der Kirchengemeinde und der Gemeinde Hankensbüttel gegeben, die in die Planung eingeflossen sind – und die von allen Beteiligten akzeptiert wurden.

Nach Auskunft von Planer Wolfgang Warnecke aus Braunschweig soll der Übergangsbereich vom Parkplatz zur Kirche angemessen dörflich gestaltet werden. Das Umfeld der Kirche wird von Bäumen mit einem Durchmesser von 14 bis 16 Zentimetern eingefasst, außerdem ist daran gedacht, den Weg, der jetzt am Zebrastreifen auf die Hindenburgstraße trifft, etwas verschwenkt wird. Der Parkplatz des Discounters, der hinter der Wohnbebauung „versteckt“ wird, soll mit seinen 75 Plätzen durch viel Grün aufgewertet werden. Die Stellplätze können aus allen Richtungen angesteuert werden. Sie sollen gegenüber der Verkehrsfläche farblich abgesetzt werden. Auch der so genannte Bachwanderweg, der hinter dem Supermarkt verläuft, soll begrünt und begehbar gemacht werden. Das Kirchengrundstück werde herausgehoben und der Blickfang in der Ortsmitte sein, unterstrich Planer Warnecke.

Während Ratsherr Dr. Meinhard Gehse (FDP) beachtliche Bedenken hatte, fand Peter Dietz (Grüne) die Planung ansprechend. Es gehe darum, die Ortsmitte zu beleben, endlich tue sich etwas. Dirk Köllner (CDU) forderte, im Rat die Entscheidung erst zu fällen, wenn die Kosten auf dem Tisch liegen. Denn bei der Begrünung und den Bäumen müssen sich die Gemeinde und die Kirche an den Kosten beteiligen. Nach einer groben Schätzung wären das jeweils rund 15 000 Euro. Geklärt werden soll noch, was mit dem Brunnen geschieht: abreißen oder sanieren? Mit dem Einvernehmen, das der Ausschuss bei einer Gegenstimme empfahl, wird sich der Rat in seiner Sitzung am 6. Februar befassen. Einfließen sollen bis dahin auch die Änderungswünsche des Ausschusses. Unter anderem ging es um die Bepflanzung der Böschung zur Straße.

Von Walter Manicke

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