"Er hat viel getan"

Freundeskreis Christliche Sozialarbeit in Uganda trauert um Manfred Wardin

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Manfred Wardin (†)

Emmen/Hankensbüttel. „Ich hab doch gar nicht viel getan“, sagte er immer. Aber wir wissen das viel besser. Manfred Wardin war seit Gründung vor 25 Jahren Mitglied im Verein „Freundeskreis Christliche Sozialarbeit in Uganda“. Seit 12 Jahren war er der Vorsitzende.

Durch seine Arbeit in dem Verein konnte er helfen, tausenden Kindern in Uganda eine Schulausbildung zu ermöglichen, konnte die Lebensumstände unzähliger Familien entscheidend verbessern.

Er war hier in Deutschland die Säule des Vereins, oft der Ideengeber, die vermittelnde Kraft, der Draht zu Gott, der doch gut erden konnte. Der „Wieder-auf-den-Weg-Bringende“ (ohne zu sehr zu kritisieren), der Pragmatiker, der Hoffnungsvolle. Er hat Visionen verwirklicht, es aber nicht seinen Fähigkeiten zugeschrieben, sondern der Gnade des Herrn, seines Herrn.

Dann vor drei Jahren die erschütternde Diagnose: Krebs. Die prognostizierte Lebenszeit: nur noch ein paar Monate. Ein Brief von Manfred informierte uns darüber. Ohne Hader, ohne Anklage. Wie stark war er: „Das hat schon alles seine Richtigkeit.“ Wir kennen sonst keinen, der das so weggesteckt hätte, der seine Passion, Gutes für die Kinder in Uganda zu tun, so engagiert weitergeführt hätte.

Man kann nur erahnen, dass es auch dunkle Stunden gab, Zweifel. Wen wundert es. So wurden aus den paar Monaten drei Jahre, in denen er bis zuletzt sein Amt ausfüllte. Schon schwer krank, hat er noch einige „Paul Wasserfilter“ nach Uganda gebracht, so groß wie halbe Kühlschränke. Hat die Korrespondenz abgearbeitet, Besprechungen und Sitzungen geleitet. Und gerade, weil er bis zum Schluss gearbeitet hat, kommt sein Tod jetzt so plötzlich.

Manfred wird nicht zu ersetzen sein, die Leere bleibt. Wir werden versuchen, die Arbeit in seinem Sinne weiterzuführen. Wie sagte er immer: Ihr werdet das schon machen. Danke Manfred.

Was wir nicht vergessen wollen: Dank gebührt ihm auch für Jahrzehnte, in denen er die Jugendarbeit der Landeskirchlichen Gemeinschaft am Fillerberg leitete, mitgestaltete, mitunter auch durch stille Phasen trug. Und auch wenn er selbst dabei älter wurde – sein Herz blieb stets jung und schlug für diese Aufgabe. Er hat viel getan.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei seiner Frau Christel und der ganzen Familie.

Karsten Wolpers, Elisabeth Mwaka, Silke Schönfisch, Evelin Evers

Im Namen des Vorstandes und der Freunde in Deutschland und in Uganda.

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