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Viel Fingerspitzengefühl bei Fassade

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Der Bauantrag liegt vor: Im Schatten der St. Pankratiuskirche soll ein Supermarkt gebaut werden. Integriert in die Ortsmitte wird eine Bäckerei mit Café. © Manicke

Hankensbüttel. Nachdem Ende November die Verträge unterschrieben worden sind, liegt inzwischen der Bauantrag für die neue Ortsmitte in Hankensbüttel vor. Bauen wird auf der leeren Fläche im Schatten der St.

Pankratiuskirche ein Investor, ein Discounter wird auf rund 800 Quadratmetern sein Sortiment anbieten. Integriert in das Projekt wird eine Bäckerei mit Cafe (das IK berichtete). Ziel ist es, die Ortsmitte wieder zu beleben.

Der Bauantrag wird derzeit von der Verwaltung geprüft und soll dann im Bauausschuss beraten werden. „Doch in diesem Jahr wird das wohl nichts mehr werden“, erklärt Hankensbüttels Gemeindedirektor Heinz Gödecke auf Nachfrage des IK. Einfließen in die Planung werden auch Richtlinien der Ortsgestaltungssatzung, die derzeit erstellt wird.

Dass die Fassade eines Supermarktes kein Schmückstück ist, weiß natürlich auch die Verwaltung. Deshalb müsse mit viel Fingerspitzengefühl eine Fassade geschaffen werden, die vernünftig und einladend aussieht, macht Gödecke deutlich. Deshalb soll neben der Parkplatzfläche eine Parklandschaft, ebenfalls mit viel Grün, geschaffen werden. Hier soll in enger Abstimmung mit der Kirche und dem Investor geplant werden. Schön wäre es nach Auffassung von Gemeindedirektor Heinz Gödecke, auch den Wochenmarkt in der Ortsmitte anzusiedeln. Derzeit wird er auf dem Platz der Partnerschaft veranstaltet.

Wenn man die Ortsmitte beleben wolle, müsse müsse man das mit allem Nachdruck versuchen, beispielsweise auch mit dem Weihnachtmarkt, der ebenfalls in die Ortsmitte gehöre. Nur so könne man sich dem Ziel nähern, die Ortsmitte zu beleben.

Auch die Samtgemeinde ist froh, dass sich etwas in der Ortsmitte tut. Man unterstütze die Planung, macht Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel deutlich.

Da die örtlichen Discounter und Supermärkte kein Interesse am Standort in der Ortsmitte zeigten, wurden Kontakte zu anderen Unternehmen aufgenommen. Mit Erfolg: Der Discounter NORMA wird das Geschäft betreiben. Sicherlich wird auch die ältere Generation die Ansiedlung des kleinen Einkauftsmarktes begrüßen, da der Weg zum Handwerkerring für viele Senioren doch zu weit ist. Zur Einnerung: Auf dem Gelände in der Ortsmitte stand das Deutsche Haus. Das geschichtsträchtige Gebäude wurde im Juni vergangenen Jahres abgerissen.

Von Walter Manicke

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