Flug-Event, Feen und Feuershow: Riesenandrang im Otter-Zentrum

Viel Betrieb im Zauberwald

Am Abend genossen zahlreiche Gäste das illuminierte Ambiente, hier vor dem Imbiss von „Marderhausen“.
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Am Abend genossen zahlreiche Gäste das illuminierte Ambiente, hier vor dem Imbiss von „Marderhausen“.

Hankensbüttel. Mit diesem Andrang hatte niemand gerechnet: Als das Hankensbütteler Otter-Zentrum am Samstagnachmittag sein Zauberwald-Spektakel eröffnete, strömten die Besucher sofort zu Hunderten durch den Eingang.

Weil die Schlange bis auf den Parkplatz zurückreichte, wurden schnell zwei zusätzliche Kassen eingerichtet.

Feen und Nymphen waren auf dem Gelände des Otter-Zentrums allgegenwärtig und verliehen dem Zauberwald ein wenig „Sommernachtstraum“-Atmosphäre.

„Solch eine Resonanz haben wir noch nicht erlebt“, staunte Geschäftsführer Dr. Oskar Kölsch, als der größte Ansturm erst einmal bewältigt war. Der ständige Zustrom hielt allerdings an, denn mancher kam vor allem, um das Gelände abends stimmungsvoll illuminiert zu erleben, mit Feuershow, Gitarrenmusik und überraschenden Begegnungen mit scheinbar fluoreszenten Fabelwesen. Am Ende waren es deutlich über 2.000 Besucher, die – so ließen die Kennzeichen auf den Parkplätzen ahnen – zum Teil weite Wege auf sich genommen hatten, um die Naturerlebniseinrichtung zu besuchen.

Falkner Daniel Volpert mit Wüstenbussard „Lexi“: Den Greifvogel hautnah zu erleben, war vor allem für die Kinder im Publikum ein besonderes Ereignis. 

Der absolute Hit war die Greifvogel-Flugshow am Nachmittag. Da versammelten sich schnell mehrere hundert Zuschauer rund um die Hermelin-Heide, und weil während der Show noch eine große Zahl von Gästen im Stau an der Kasse stand, wurde spontan eine zweite Vorführung angehängt.

Thomas Wamser, Geschäftsführer der Eventfalknerei, mit Kordilleren-Adler Nora.

Das Team der Eventfalknerei aus Müden/Örtze faszinierte sein Publikum mit der hautnahen Begegnung mit Vögeln, die man im Alltag nicht mal aus der Ferne zu sehen bekommt: ein Uhu, ein amerikanischer Buntfalke, ein Wüstenbussard. Der südamerikanische Kordilleren-Adler Nora imponierte mit einer Spannweite von 1,60 Meter, und beim Überflug von Falke „Shadow“ riet Falkner Thomas Wamser augenzwinkernd: „Flach auf den Boden legen.“ Ein paar Kinder taten das auch – war aber gar nicht nötig, denn „Shadow“, der bis zu 300 km/h erreichen kann, hielt sich an die Abstandsregeln und verschwand sogar kurz mal in den Baumwipfeln, eine Weile lang alle Rufe ignorierend: „Ihr glaubt“, sagte Wamser in sein Mikrofon, „der Vogel ist weg – ist er auch.“ Gelächter. Dann folgte der Falke aber doch bald wieder den Lockrufen.

Schmiedekunst live erleben – das war einer der Stände, die besonders die Mittelalter-Fans faszinierten.

Die Besucher machten sich anschließend auf ins Gelände, wo es ganz viel zu entdecken gab: Blasrohrschießen, Kinderschminken, mittelalterliche Stände, Baumkunst und vieles mehr. Immer mal wieder schauten dabei die Nymphe und die Koboldfee hinter irgendwelchen Büschen hervor und posierten gern für ein Foto oder ein gemeinsames Selfie. Gegen den kleinen Hunger waren Stockbrot, Bratwurst und andere Leckereien heiß begehrt.

Von Holger Boden

Zauberwald-Spektakel im Hankensbütteler Otter-Zentrum

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