Gymnasium Hankensbüttel: Mensa wird teurer, Ganztags-Umbau kommt später

Verschätzt und verschoben

Die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt laufen, bei den weiteren Abschnitten treten jetzt Probleme auf. Foto: Täger

Hankensbüttel. Der erste Bauabschnitt der Erweiterung des Hankensbütteler Gymnasiums ist so gut wie fertig, die neuen Räume können bald bezogen werden.

Diese Nachricht überbrachte Alexander Wollny, Leiter des Fachbereichs Bauwesen in der Kreisverwaltung, jetzt dem Schulausschuss des Landkreises. Doch Wollny berichtete auch weniger Erfreuliches: Der für 2012 geplante Umbau der frei werdenden Biologieräume für den Ganztagsbetrieb und die Erweiterung der Schulbibliothek werden aus Kostengründen auf unbestimmte Zeit verschoben. „Wir werden vorschlagen, dafür Mittel in den Kreishaushalt 2013 einzustellen“, sagt Wollny auf IK-Anfrage.

Einer der Gründe für die Verschiebung ist laut Wollny, dass der zweite Bauabschnitt, in dem das Gymnasium eine Mensa erhält, teurer wird als ursprünglich geplant. Rund 2,328 Millionen sollte dieser Abschnitt nach der ursprünglichen Kalkulation kosten. „Diese Summe wird sich um 265 000 Euro erhöhen“, erklärt Wollny. Das liege unter anderem daran, dass die Schulküche teurer als geplant werde. Statt einer reinen Ausgabeküche werde im Gymnasium Hankensbüttel nun eine größere Küche geschaffen, in der vorgegarte Speisen fertig erhitzt werden.

Die Mehrkosten versuche der Landkreis durch Einsparungen beim zweiten Bauabschnitt zu verringern, sagt Wollny. So werde die Mensa 70 Quadratmeter kleiner als geplant. Auch die Galerie solle abgespeckt werden. Der Kreisausschuss habe dieses Konzept mit der neuen Kostenschätzung bereits beschlossen. Laut Wollny beginnen die Arbeiten für diesen Abschnitt im Spätsommer.

Nach Ansicht von Frank Voigt, Ganztagskoordinator des Gymnasiums Hankensbüttel, ist die erwartete Kostensteigerung jedoch nicht maßgeblich durch die größere Schulküche begründet. Stattdessen sei die Machbarkeitsstudie zur Schul-Erweiterung, auf der die Zahlen beruhen, bereits drei Jahre alt. Dabei handele es sich nur um eine grobe Kostenschätzung, die einige notwendige Maßnahmen gar nicht enthalte. „Die Studie stimmt an vielen Stellen nicht“, erklärte Voigt.

Trotzdem übt er keine Kritik am Landkreis. „Die Verwaltung steht vor Notwendigkeiten, denen sie gerecht werden muss“, erklärt Voigt. „Natürlich wäre es schön gewesen, wenn der Ganztagsbereich und die Bibliothek schon 2012 fertig geworden wäre. Ich hoffe sehr, dass wir eine politische Entscheidung bekommen, die die Umsetzung für 2013 sicherstellt.“ Denn nicht nur die Bibliothek sei sehr beengt, auch ein geregelter Ganztagsbetrieb sei ohne die neuen Räume nicht möglich. Im kommenden Schuljahr könne das Gymnasium das noch bewältigen. Doch wenn im Jahr darauf die fünften Klassen vom Schulzentrum in den Hauptstandort am Amtsweg umziehen, werde sich die Situation ohne neue Räume deutlich verschlechtern.

Von Bernd Schossadowski

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