Samtgemeinde Hankensbüttel: Räte in den Mitgliedsgemeinden sollen künftig Tablets, Notebooks & Co. einsetzen

Vernetzte Ratsarbeit: High Tech statt Papier

Marc Bludau von der Verwaltung (r.) stellte die Details der interaktiven Ratsarbeit vor.
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Marc Bludau von der Verwaltung (r.) stellte die Details der interaktiven Ratsarbeit vor.

Samtgemeinde Hankensbüttel/Steinhorst. In der Samtgemeinde Hankensbüttel soll in allen Mitgliedsgemeinden die interaktive, also papierlose Ratsarbeit eingeführt werden.

„Die vernetzte Ratsarbeit ist sehr effektiv“, hielt Marc Bludau von der Verwaltung fest, als er am Montagabend bei der Sitzung des Steinhorster Rates die geplante Umstellung vorstellte. Die herkömmliche Papierarbeit entfalle, stattdessen soll mit Tablets, Netbooks oder Ähnlichem gearbeitet werden. Die Vorteile: Der Zugriff aufs Internet während einer Sitzung und der Aufbau einer Wissensdatenbank sind so möglich. Es wird weniger Papier nötig, dessen Einsatz soll auf das absolute Minimum reduziert werden.

Wenn die Geräte gekauft würden, fielen für die Anschaffung je nach Modell zwischen 7500 und 8800 Euro Kosten (Stand Juli 2015) für die Ausstattung aller Steinhorster Ratsmitglieder insgesamt an. Ein Leasing-Modell mit Mietkauf und Support würde mehr als doppelt so viel kosten. In Frage kommen auch zwei Zuschuss-Modelle: 6850 Euro würde die Variante kosten, dass jedem Ratsmitglied pro Monat über fünf Jahre hinweg 10 Euro gezahlt werden (inklusive einer Schulung). 5350 Euro würde es kosten, wenn neben den 10 Euro pro Monat die Samtgemeinde einen 50-prozentigen Zuschuss gibt, da einige Ratsmitglieder ja auch im Samtgemeinderat aktiv sind.

Der herkömmliche Versand der Papierunterlagen kostet im Fall der Gemeinde Steinhorst 4930 Euro insgesamt im Jahr. Aus Verwaltungssicht notwendig ist es, im Haus der Gemeinde als Tagungsort des Steinhorster Rates ein verbessertes W-LAN-Netzwerk für Kosten von etwa 3000 Euro einzurichten.

Auf Samtgemeinde-Ebene hat sich der Arbeitskreis interaktive Ratsarbeit für eine einmalige Pauschalzahlung an die Ratsmitglieder von 600 Euro ausgesprochen. Der Fahrplan: Der Samtgemeinderat soll bis Ende 2015 hierzu eine Entscheidung getroffen haben. Die Umsetzung könnte dann im Jahr 2016 erfolgen, nach dem Vorschlag der Verwaltung zum 1. November 2016. Es soll eine Übergangsphase bis zum 31. Januar 2017 geben. Die Voraussetzungen wie etwa die W-LAN-Netzwerke sollen bis spätestens Sommer 2016 geschaffen werden. Auf Nachfrage von Klaus-Hinrich Singer (CDU) sagte Bludau, dass sich in den meisten Mitgliedsgemeinden die Einführung der interaktiven Ratsarbeit finanziell lohne, im Fall der Gemeinde Steinhorst sei es so, dass es dort vergleichsweise wenige Sitzungen und somit wenig Papieraufkommen gebe. Bürgermeister Wilhelm Hasselmann (CDU) fasste zusammen: „Da kommen wir nicht dran vorbei, da wird die Ratsarbeit hingehen.“

Von Paul Gerlach

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