Kaufinteresse bestätigt

Verkauf der Kaserne Dedelstorf steht im Raum

Für die Kaserne Dedelstorf gibt es ein Kaufinteresse. Foto: Archiv

DEDELSTORF -  Für das Gelände der Kaserne Dedelstorf soll es einen Kaufinteressenten geben. „Ich kann noch nichts Genaues sagen“, betont Hendrik von Petersdorff, Verwalter der Kaserne in Dedelstorf, auf IK-Nachfrage.

Ein Verkauf des Geländes würde nicht automatisch bedeuten, dass die Verträge mit den angesiedelten Gewerbebetrieben gebrochen würden, sagt von Petersdorff. Auf dem 45 Hektar großen Kasernengelände sind neben dem Gewerbe auch vermietete Wohneinheiten oder der Bogensportparcours Artchers Land zu finden.

Laut von Petersdorff ist noch nichts unterschrieben worden. Ende dieses Monats, schätzt der Verwalter, könne man mehr sagen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA, will sich auf IK-Anfrage nicht näher dazu äußern und verweist auf die Käuferseite. Um wen es sich dabei handelt, ist nicht bekannt.

„Das sind alles nur Gerüchte“, sagt Bernd Rodewald, Bürgermeister der Gemeinde Dedelstorf, dazu. Es gebe noch nichts Neues in dieser Angelegenheit. Was auf dem Gelände geplant sei, könne er nicht sagen.

Landrätin Marion Lau überrascht die Nachricht über das Kaufinteresse nicht. „Davon habe ich schon gehört, kann dazu aber nichts Genaues sagen.“ Es sei aus ihrer Sicht „traurig“, dass die damaligen Pläne für ein Freizeitgelände auf dem Areal nicht angegangen worden seien. „Daraus ist leider nie etwas geworden.“ Der Käufer habe sich damals nicht daran gehalten. Wenn ein neuer Käufer gefunden worden sei, könne sie nur hoffen, dass es „im Sinne der Samtgemeinde“ sei.

Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel verbindet mit der Nachricht die Hoffnung, dass „etwas Gutes“ für die Samtgemeinde entstehen könne. Zur Erinnerung: Mit großen Plänen war die Firma F + M vor einigen Jahren gestartet, aus dem ehemaligen Kasernengelände sollte ein Freizeitpark entstehen (das IK berichtete). Auf einer Fläche von 60 Hektar sollte ursprünglich auch einmal ein umfangreicher Sandabbau stattfinden.

Außerdem richtete die Polizei sich in der Vergangenheit unregelmäßig zu den Castor-Transporten in der Kaserne ein. Zwischenzeitlich war auch ein Energie-Campus angedacht, erinnert Taebel – eventuell in Zusammenarbeit mit einer Universität oder einer Fachhochschule. „Wir sind offen für alles. Die Unterstützung durch die Samtgemeinde und die Gemeinde Dedelstorf ist gegeben“, betont Taebel angesichts der neuen Entwicklung. Es müsse sich angesehen werden, was sich der Investor auf dem „Riesengelände“ vorstelle. „Dort kann man viel machen, auch viele unterschiedliche Dinge.“. Es sei wünschenswert, dass die bereits angesiedelten Betriebe und Organisationen erhalten blieben.

Von Paul Gerlach

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