Gymnasium: 11. Jahrgang simuliert Sitzung des Sicherheitsrates

Vereinte Nationen in Hankensbüttel

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Die Schüler des 11. Jahrgangs votieren in der Rolle diverser Nationen im simulierten UN-Sicherheitsrat.

Hankensbüttel – Im Gymnasium Hankensbüttel kam der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammen, um die Krise in Syrien zu lösen – zumindest virtuell. Denn die rund 100 Schüler der 11. Klassen nahmen an der Aktion „UN im Klassenzimmer“ teil.

Dazu kamen Pauline Bischoff und Julius Schüler von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen extra aus Magdeburg angereist, um mit den Schülern praxisorientiert die verflochtenen politischen Zusammenhänge zu untersuchen und globale Herausforderungen zu bewältigen. Die Studentin und der Doktorand stellten eingangs die Organe und die Funktionsweise der UN vor. Im Politikunterricht wurde das Thema auch schon aufgegriffen, das Wissen daraus wurde noch vertieft. So wurden etwa die „Sustainable Development Goals“ – zu Deutsch die Ziele für nachhaltige Entwicklung – der UN vorgestellt.

Dann folgte der praktische Teil: die Simulation des UN-Sicherheitsrates. „Hierbei erfahren die Schüler, wie schwer es ist, eine Resolution durchzubringen“, erklärte Bischoff. „Und warum das so ist“, fügte Schüler hinzu. „Viele Nationen vertreten kontroverse Ansichten, Kompromisse zu finden ist nicht einfach.“ Um dies auch darzustellen, wurden immer zwei Schüler einem Land zugeordnet. Sie erhielten Informationen zur Grundhaltung und den wichtigen nationalen Zielen. Die stellten sie in der Eröffnungsrunde vor.

Für viele eine spannende Sache, denn während mancher die Haltung der Franzosen oder Briten vielleicht noch kennt, so sind doch viele Nationen kaum im Bewusstsein der Schüler vorhanden. Sich also einmal über die Lebensverhältnisse in Senegal oder darüber, was die Menschen in Angola bewegt, Gedanken zu machen, war eine neue Erfahrung. „Das ist viel Input“, weiß Bischoff.

Initiiert hatten die Schüler die Aktion selbst. Einzelne Gymnasiasten nehmen an internationalen Modell-Parlamenten teil. Doch diese werden auf Englisch abgehalten und da sei die Hemmschwelle für viele doch noch groß. Mit der UN im Klassenzimmer haben alle die Möglichkeit, einmal die Arbeit des Sicherheitsrates kennenzulernen. Daher hatte sich die Schülervertretung für die Aktion eingesetzt. Stefan Tserekas, Politik- und Geschichtslehrer, hatte das Weitere organisiert.

Nach der Eröffnungsrunde ging es dann ans Eingemachte: Im politischen Schlagabtausch vertraten die Schüler ‘ihr’ Land, versuchten, die eigenen Interessen — oft konträr zum Nachbarn — mit einem übergeordneten Ziel zu vereinbaren. Fazit: So leicht lässt sich der Syrien-Konflikt nicht lösen.

VON DENNIS TESCH

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