Wassergebundene Decke von vier Meter Breite als Lösung / Oerreler Weg wird angefasst

Unterer Moordamm: Asphaltdecke in Emmen bricht auf

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Ein Teilstück des Unteren Moordamms vor zwei Jahren: Jetzt soll noch mehr Asphalt weichen. 

Emmen – Der Wirtschaftsweg Unterer Moordamm in Emmen soll mit einer wassergebundenen Decke von vier Meter Breite wiederhergestellt werden. Entsprechende Angebote werden jetzt eingeholt. Das beschloss der Hankensbütteler Rat bei seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Das zugrunde liegende Problem beim Unteren Moordamm: Er war vor drei Jahren teilweise mit einer wassergebundenen Decke hergestellt worden. Diese Ausbauweise hat sich nach Ansicht der Verwaltung bewährt. Nun bricht ab der Brücke – von Emmen aus kommend – die Asphaltdecke immer mehr auf. Dieser Abschnitt sei bis zum Anschluss an die wassergebundene Decke kaum noch gefahrlos für Radfahrer zu nutzen. Hinzu komme die relativ enge Ausbaubreite von drei Metern: Bei Ausweichversuchen gerate man als Radfahrer leicht neben die Fahrbahn und ins Straucheln. Die Verwaltung hatte sich daher dafür ausgesprochen, einen Anschluss an die wassergebundene Decke zu schaffen.

Die Strecke von der Brücke bis zum Anschluss beträgt 1450 Meter, momentan ist sie auf drei Meter ausgebaut. Die Ausbaubreite würde durch die jetzt geplante Maßnahme auf vier Meter erweitert. Damit sei dann auch dem landwirtschaftlichen Verkehr Genüge getan, so die Verwaltung, und die Fahrbahn auf eine annehmbare Breite ausgebaut. Das gelte auch für den Fall des Begegnungsverkehrs mit einem Radfahrer.

Bürgermeister Dirk Köllner betonte, dass auf dem Unteren Moordamm große landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs seien. „Sie müssen beim Ausweichen manchmal von der Straße herunter.“ Eine neue Asphaltdecke mache in seinen Augen keinen Sinn. „Mit wassergebundenen Decken haben wir gute Erfahrungen gemacht. Etwas nacharbeiten müssen ist besser als eine neue Decke.“ Dies sei auch mit dem Bodenverband so besprochen und daher die „praktikabelste Lösung“.

Angebote sollen auch für den Wirtschafts- und Ortsverbindungsweg Oerreler Weg – zwischen dem Lohnunternehmen Busse und der Emmer Dorfstraße – eingeholt werden: Dessen Bankette sollen mit dem vorhandenen Wegematerial an die Straße herangepackt werden und an die Asphaltdecke angeglichen werden. „Dort sind Absätze von fünf Zentimetern drin“, sagte Henning Buhr (CDU). Ingrid Wrede (FDP) stimmte ihm zu.

Bereits seit 2018 und nun auch in 2019 werde an den Wirtschaftswegen gearbeitet, betonte Köllner. „Wir sind da aktiv.“

VON PAUL GERLACH

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