Sprakensehl: Bürger informieren sich über Baumaßnahmen / Start am 6. August

Umbau der B4 gewinnt an Fahrt

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Karl-Heinz Messinger (links) und Günter Bloeck äußerten ihre Bedenken zum Umbau der B 4.

Sprakensehl. „Ich bin echt froh, wenn die Maßnahme umgesetzt wird. Wir erhoffen uns dadurch eine ganz Menge. Vor allem wünschen wir uns, dass der Verkehr langsamer durch Sprakensehl fährt“, sagt Bürgermeisterin Christiane Fromhagen.

Bis es aber soweit kommt, geschieht mit der B4, die sich durch den Ort zieht, noch ziemlich viel. Sie soll umgebaut und zugleich saniert werden, wovon auch Sprakensehls Anwohner betroffen sein werden.

Über den Umfang der Baumaßnahmen informierten Vertreter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Wolfenbüttel sowie des Wasserverbandes Gifhorn am Freitagabend Bürger während einer Versammlung im Restaurant B4. Gleich zu Beginn fiel die Zahl von einer Millionen Euro. „Das sind die geschätzten Gesamtkosten für die Fahrbahn- und Kanalerneuerung“, erklärte Dieter Neubacher von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Gemeinde Sprakensehl müsse sich daran mit einem Anteil von etwa 87 000 Euro beteiligen, ergänzte Neubacher.

Der Ingenieur Andreas Harms erläuterte die acht Bauphasen, die Vollsperrungen zur Folge haben. Die erste erfolge mit der ersten Phase vom 6. bis zum 10. August, bemerkte Bürgermeisterin Frommhagen. Weitere folgen, die mitunter die Erntezeit berühren. Und genau das sieht der Sprakensehler Rainer Maaß als einen „Knackpunkt“: „Wenn die Straßen dann gesperrt sind, können die Landwirte nicht ernten. Das ist unmöglich.“ Seine Frau Kari hält die Querungshilfen für überflüssig, die nach den Planungen an drei Standorten vorgesehen sind. „Da geht kein Mensch hinüber“, meint sie.

Kritisch äußerten sich Günter Bloeck und Harald Karstens darüber, dass es keine neue Straßenbeleuchtung geben werde. „Es wird wohl so aussehen, dass wir keine Fördermittel dafür bekommen und die alten versetzen werden, bevor sie um- oder auseinanderfallen“, sagte Fromhagen.

Zweifel meldete Karl-Heinz Messinger an der geplanten Verengung an, zu der es durch den Umbau kommt. „Der Schuss geht aus meiner Sicht nach hinten los.“

Von Volker Althoff

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