Handlungsbedarf trotz Mittelinsel

Uelzener Straße in Hankensbüttel: Tempo soll runter

Uelzener Straße in Hankensbüttel.
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An der Uelzener Straße in Hankensbüttel sind die Verkehrsteilnehmer trotz der Mittelinsel oberhalb des Gerätehauses öfters zu schnell unterwegs.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Hankensbütteler Ratsmitglieder wurden von Anwohnern der Uelzener Straße auf Verkehrsprobleme in der Straße angesprochen. Der Verwaltungsausschuss beschloss kürzlich, dass es – rechtzeitig vor den vom Wasserverband Gifhorn vorgesehenen Baumaßnahmen – einen Vor-Ort-Termin mit Anliegern, der Wolfenbütteler Landesstraßenbaubehörde, dem Straßenbauamt, dem Gemeinderat und dem Wasserverband geben soll. Bei diesem Termin sind Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung in der Ortseinfahrt der L 280 zu diskutieren. Die dort mit dem neuen Geschwindigkeitsmessgerät der Gemeinde erfassten Daten sollen außerdem für fundierte Argumente gegenüber der Landesstraßenverwaltung sorgen. Ein Termin für das Gespräch steht noch nicht, dieser wird gerade koordiniert.

Probleme seit 40 Jahren

Die Verkehrsprobleme an der Uelzener Straße gebe es seit 40 Jahren, sagte Vorsitzender Hinrich Schulze bei der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses. In vielen Bereichen sei die Straße viel zu eng und nur bedingt für Lkw-Verkehr geeignet. Die Gemeinde habe im Kurvenbereich an der Ecke Molkereistraße Pflöcke aufgestellt, die regelmäßig umgefahren werden.

Schulze hielt fest, dass die Mittelinsel oberhalb des Gerätehauses „keinen Erfolg hatte“. Manche Verkehrsteilnehmer hätten, wenn sie diese durchquert haben, am Gerätehaus schon wieder 80 Sachen drauf. Der Wasserverband plant in 2022 in der Uelzener Straße im Bereich zwischen dem Regenrückhaltebecken und der Molkereistraße den Kanal neuzuordnen. Aus einem Antrag der CDU-Fraktion geht hervor, dass dafür eine umfangreiche Öffnung der Fahrbahn durch ein Tiefbauunternehmen notwendig werden wird. Laut Schulze stellt sich daher die Frage, ob die Gemeinde in diesem Zuge bauliche Maßnahmen beantragt, die Kosten dafür müsste die Kommune allerdings selbst tragen. Die CDU beantragt die Sanierung des nördlichen Gehweges – ausgehend vom Karl-Söhle-Weg bis zur Einmündung Bauernende. Außerdem wird von der Fraktion die Schaffung einer Querungshilfe auf Höhe des Grundstückes Uelzener Straße 21 hin zur Einfahrt zum Fitnessstudio beantragt. Mit diesen Maßnahmen soll die Verkehrssicherheit für Fußgänger erhöht werden und eine reduzierte Geschwindigkeit im Bereich der Ortsein- und -ausfahrt erreicht werden.

„Jeden Versuch wert“

In Sachen Mittelinsel führte Bürgermeister Dirk Köllner im Verkehrsausschuss aus, dass man sich seitens der Kommune gewünscht hatte, dass man beim Schwenk um die Insel noch mehr ausgeholt hätte, um eine größere Bremsung der Verkehrsteilnehmer zu erzielen. Das sei von der Wolfenbütteler Behörde aber nicht erlaubt worden.

„Jeder neue Versuch an der Uelzener Straße ist es wert“, sagte Köllner. Claudia Schulze und Dirk Niebuhr (CDU) machten sich für einen Vor-Ort-Termin stark. Ein Anlieger monierte bei der Sitzung, dass die Insel „viel zu weit außerhalb des Ortes“ platziert worden sei.

Reinhard Weißmann (WIH), der sich dafür eingesetzt hatte, dass das Thema im Ausschuss auf die Tagesordnung gesetzt wurde, stellt sich – wie auch Hinrich Schulze – vor, dass das neue Tempomessgerät der Gemeinde (siehe Infokasten) dort in Sachen gefahrene Geschwindigkeit bald für belastbare Daten sorgt. Der Gehweg sei zu schmal, so Weißmann, und müsse erhöht werden, damit die Fußgänger in dem Bereich sicher sind. Außerdem müsse Tempo 30 beantragt werden.

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