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Turbo für Modernisierung des Hankensbütteler Waldbades?

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Von: Paul Gerlach

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Das Hankensbütteler Waldbad: Blick über das Schwimmerbecken hinweg in Richtung Gebäude.
Das Hankensbütteler Waldbad soll energetisch und anlagentechnisch auf den Stand der Zeit gebracht werden. Abhilfe beim Investitionsstau sollen Fördermittel des Bundes schaffen. © Gerlach, Paul

Samtgemeinde Hankensbüttel – Bei der geplanten energetischen Sanierung und Modernisierung des Waldbades hat die Samtgemeinde Hankensbüttel große Ziele. Dabei helfen sollen angepeilte Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ – ein Fördertopf, den die Rathausspitze ausgemacht und ins Spiel gebracht hat.

Der Samtgemeinderat befürwortete am Dienstagabend, 11. Oktober, einstimmig, dass eine Projektskizze beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eingereicht wird. Ein weiteres Ziel ist es, Barrierefreiheit für die Waldbad-Gäste zu erreichen. Das Ganze soll darüber hinaus laut der Verwaltung so ablaufen, dass die Betriebsmittel der Samtgemeinde geschont werden.

Die Option, womöglich an diese Fördermittel zu gelangen (75 Prozent Förderung durch den Bund, 25 Prozent Eigenanteil durch die Samtgemeinde als finanzschwache Kommune), ist neu am Horizont aufgetaucht. „Es gab Aktivitäten“, berichtete Ratsvorsitzender Henning Heers vom Bündnis 21 bei der Sitzung. Die Fraktionsspitzen seien zuvor darüber bereits unterrichtet worden. Die Mittel würden dazu dienen, den Investitionsstau abzubauen. Das Förderprogramm ist auf mehrere Jahre angelegt: Es könnte bei einem negativen Bescheid beim ersten Aufschlag auch ein zweiter Versuch unternommen werden.

Die Möglichkeit wurde jetzt kurzerhand beim Schopf ergriffen: Die Schwimmmeister haben in der Skizze alles aufgenommen, was notwendigerweise an Maßnahmen ansteht und bisher noch liegen geblieben ist.

Wenn über eine mögliche Förderung entschieden worden ist, soll weitergeplant und über das runde Dutzend an einzelnen Maßnahmen (etwa Austausch der Wärmepumpen und Fenster- oder Dachsanierung) politisch abgestimmt werden. Demnach geht es um ein Investitionsvolumen von knapp 500 000 Euro. Die Summe soll allerdings nicht auf einen Schlag anfallen, sondern über mehrere Jahre verteilt werden. Bei der Sitzung war aus den Reihen der Lokalpolitik von vier Jahren à 125 000 Euro die Rede. Laut Samtgemeindebürgermeister Henning Evers kann es vielleicht sogar gelingen, dass man den Investitionsstau bereits nach drei Jahren beseitigt hat. Dann sei das Bad energetisch und anlagentechnisch auf dem Stand der Zeit. „Wir haben hier eine Riesenchance“, sagt Evers.

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