Hankensbütteler Otter-Zentrum verzeichnet seit 2015 steigende Gästezahlen

Trendwende bei Besuchern

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2017 kamen 1770 Menschen mehr ins Hankensbütteler Otter-Zentrum als im Vorjahr.

Hankensbüttel. Bei den Gästezahlen im Hankensbütteler Otter-Zentrum ist anscheinend die Trendwende eingeleitet: Bis 2015 waren die Zahlen stetig leicht gesunken. 2016 und 2017 waren nun jeweils mehr Besucher in der Naturerlebnis-Einrichtung. Im vergangenen Jahr kamen 53 .289 Gäste.

Die Zahl der Mitglieder sank hingegen um 395 auf 8810. Positiv: Mittlerweile gibt es 172 „Naturpartner Niedersachsen“ – fünf mehr als 2016. Bei den Förderern gab es erneut einen Rückgang. Die Zahl sank von 3.900 auf 3.680 – ein sattes Minus von rund 6 Prozent. Um dem entgegenzuwirken, will der Chef des Otter-Zentrums, Dr. Oskar Kölsch, in den kommenden Jahren wieder mehr Mitglieder und Förderer finden.

Im Bereich der angewandten Forschung werden weiter die „ottersicheren“ Reusen (das IK berichtete) entwickelt und getestet. Sie sollen den Fischern einen ausreichenden Ertrag sichern und zugleich die Fischotter vor dem Ertrinken schützen. Diese Reusen sind inzwischen praxisreif: Ein Reusenbauer bietet sie zum Kauf an.

Bei den Forschungen zum Verhalten von Steinmardern wurde im Jahr 2017 analysiert, welche Materialien und Stärken bei den Kabeln der Autobauer die Marder durch ihre Bisse zerstören und welche nicht.

Auch die Forschungen am Fischotter wurden mit großer Intensität fortgesetzt. „Nach wie vor ist es für den Schutz der Fischotter unabdingbar zu wissen, wo Bestände vorhanden sind und wie sie sich entwickeln“, hält Kölsch fest.

Im Bereich der Biotopentwicklung war die Aktion Fischotterschutz weiterhin bei vielen Projekten aktiv: So wurden im Aller-Projekt, im Vorhaben „Lebendige Alster“ und im „Blauen Metropolnetz“ viele ökologische Aufwertungen umgesetzt. Ebenfalls standen an der Ohre im sogenannten „Grünen Band“ einige Maßnahmen an. Darüber hinaus war für 2017 noch eine ganze Menge mehr zu verzeichnen.

Von Paul Gerlach

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