Isenhagener Land auf Suche nach eigener Identität / „Runder Tisch“ geplant

Tourismus bietet Chancen

+
Die schöne Landschaft ist eines der Pfunde, mit dem der Tourismus im Nordkreis wuchern kann.

Hankensbüttel. Der schlechte öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), insbesondere in den Abendstunden, und fehlende Hotelkapazitäten im Nordkreis sind Handycaps für die Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs.

Dabei hat der Nordkreis, sprich das Isenhagener Land, durchaus Potenzial, wie bei einer Tagung von Tourismusexperten am Donnerstag im Hankensbütteler Otter-Zentrum deutlich wurde.

„Geographisch am Südrand der Lüneburger Heide beziehungsweise dem Aller-Leine-Tal gelegen, in Nachbarschaft zu den typischen Heidestädten wie Celle und Lüneburg einerseits und der Metropolregion Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg andererseits, liegt die Herausforderung für die Akteure im Tourismus darin, die eigene Identität und Alleinstellung zu finden und diese Urlaubern und Ausflüglern überzeugend und erfolgreich zu kommunizieren, um neue Gäste-Potenziale zu erschließen“, machte Mark Ehlers, Leiter des Otter-Zentrums, deutlich.

Starke Entwicklungen in den Nachbarregionen wie Wolfsburg und Braunschweig oder der zentralen Lüneburger Heide machten Nachjustierungen in der touristischen Ausrichtung notwendig. Ganz wichtig sei es, miteinander zu reden und gemeinsam Konzepte zu entwickeln, unterstrich der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Schneck, der das Fachgespräch im Otter-Zentrum initiiert hatte. Einig war er sich mit den Gästen, mehr als 30 waren gekommen, dass es gelingen müsse, aus eigener Kraft etwas zu schaffen. Und da sollte die Tagung ein erster Schritt sein.

Dass man sich auf die Stärken der Region besinnen müsste, mahnte eine Gästeführerin. Dazu gehört nach ihrer Auffassung auf alle Fälle die schöne Landschaft im Nordkreis, unter anderem Heideflächen, Moore und ausgedehnte Wälder.

Auch beim Fahrradtourismus sahen die Teilnehmer Chancen. Während das Radwegenetz im Südkreis sehr gut sei, gebe es im Nordkreis aber noch Nachholbedarf. Um die Zusammenarbeit im Tourismus zu verbessern, soll ein „Runder Tisch“ eingerichtet werden. Seite 4

Von Walter Manicke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare