Hankensbütteler Otter-Zentrum weiht neues Gelände ein

Tierskulpturen am Themenpfad in Hankensbüttel

Zwei Tierfiguren stehen im Hankensbütteler Otter-Zentrum.
+
Großer Wolf und kleiner Wolf - diese und andere Figuren stehen am Themenpfad im Otter-Zentrum.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
    schließen

Hankensbüttel – Das Otter-Zentrum hatte extra sechs goldene Scheren besorgt. Mit denen schnitten Landrat Dr. Andreas Ebel, Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel, Gemeindebürgermeister Dirk Köllner und Kirsten Cecchini vom Amt für regionale Landesentwicklung sowie die beiden Vorstandsmitglieder der Aktion Fischotterschutz, Matthias Geng und Eva Baumgärtner, am Donnerstagabend ein rotes Band durch – und weihten damit die Erweiterungsfläche und den neuen Themenpfad ein.

Rund 50 Gäste waren geladen, darunter Vertreter der Kommunen im Isenhagener Land und der Leader-Region – denn ein Großteil der Investitionssumme von 250 000 Euro wurde aus dem Fördertopf und der zugehörigen Kofinanzierung bezahlt. Weitere Gelder kamen von der Deutschen Postcode-Lotterie, von engagierten Vereinsmitgliedern und aus Eigenmitteln der Einrichtung. Zu Gast waren auch ehemalige Lokalpolitiker, die das über mehrere Jahre geplante, vieldiskutierte Projekt mit auf den Weg gebracht hatten.

Der rund 300 Meter lange Themenpfad auf der zwei Hektar großen Erweiterungsfläche im Westen des bisher sechs Hektar großen Geländes steht unter dem Titel „Heimische Wildtiere“. In fünf Holzhütten an dem Weg werden die Tierarten Wolf, Waschbär, Luchs, Marderhund und Wildkatze auf Schautafeln vorgestellt. Lernspiele sowie Tast- oder Riechstationen sollen spielerisch Wissen vermitteln und das Interesse an der heimischen Natur wecken.

Das neue Areal soll nach Angaben des Otter-Zentrums in den nächsten Jahren auch mit Tiergehegen ausgestattet werden. Den Wolf werden die Besucher nicht gezeigt bekommen: „Dafür wäre das Gelände zu klein“, sagt Baumgärtner, die sich zudem bewusst ist, dass das in der Nachbarschaft nicht gut ankäme. Waschbär und Marderhund scheiden ebenfalls aus, sie dürfen laut Baumgärtner als Neozoen nicht mehr in Gehegen präsentiert werden. Für Luchs und Wildkatze laufen Überlegungen.

Besucher sehen trotzdem schon jetzt bei ihrem Gang über den Themenpfad Tiersilhouetten im Unterholz, wenn sie sich einer Station nähern. Der Hankensbütteler Bildhauer Jürgen Eimecke hat Holzskulpturen der fünf Tierarten geschaffen, zudem scheint sich auf dem ehemaligen Bohldamm noch eine sechste Art herumzutreiben: „Die Wildschweine hatte Herr Eimecke noch übrig“, schmunzelte Baumgärtner bei der Eröffnung.

Der Vorstandsvorsitzende Geng dankte in seiner Rede vor den Gästen allen Beteiligten, die das Projekt über die Jahre unterstützt haben: „Unser Dank gilt den Vertretern der Samtgemeinde und Gemeinde Hankensbüttel und auch den politischen Vertretern im Landkreis, die uns den Rücken gestärkt haben.“ Auch viele Mitglieder und Förderer hätten angesichts der Hürden, die es gab, immer wieder „Mut zugesprochen“.

Der Themenpfad ist zu den Öffnungszeiten des Otter-Zentrums zugänglich, also auch an Sonn- und Feiertagen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare