Distanzlernen ist für Hankensbütteler Gymnasiasten angesagt – außer für Jahrgang 13

Hankensbüttel: Szenario C bis zum Ende des Monats

Am Hankensbütteler Gymnasium gilt bis Ende dieses Monats Szenario C, also ist Distanzlernen angesagt. Für Jahrgang 13 gilt eine Ausnahme.
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Am Hankensbütteler Gymnasium gilt bis Ende dieses Monats Szenario C, also ist Distanzlernen angesagt. Für Jahrgang 13 gilt eine Ausnahme.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Eine Ausnahme gilt nur für Jahrgang 13: Am Hankensbütteler Gymnasium steht für die Schüler aktuell wieder Distanzlernen an. Szenario C ist angesagt.

Nur der Abiturjahrgang wird in kleinen Gruppen in der Schule unterrichtet – um alle von ihnen gleich zu behandeln und faire Prüfungen auch in Corona-Zeiten zu ermöglichen. Denn Kultusminister Grant Hendrik Tonne hatte betont, dass es dabei bleibe, dass sich niemand Sorgen um seine Abschlussprüfung machen müsse.   Bis zum 31. Januar gilt die Regelung. Was danach kommt, ist noch unklar, sagt Schulleiterin Cornelia Röhrkasten. Für den Jahrgang 13 werde Präsenz-Unterricht praktiziert. Viele der Kurse seien recht klein. In den normalen Klassenzimmern habe man daher auch keine Probleme, den Abstand einzuhalten. Einige Kurse, die größer sind, werden im alten Musiksaal, in der Mensa oder in anderen großen Räumen in der Schule unterrichtet. Dies geht darauf zurück, dass das Kultusministerium es ermöglicht hat, bei ausreichenden räumlichen Kapazitäten auch komplette Klassen beziehungsweise Kurse in der Schule zu unterrichten. Wichtig ist, dass auch dabei der Mindestabstand eingehalten wird. Generell gilt wie bisher: Eine Mund-Nasenbedeckung ist in allen Bereichen der Schule zu tragen, in denen der Mindestabstand nicht dauerhaft eingehalten werden kann.

Bei kleinen Kursen in kleinen Räumen wurde die Raumverteilung geändert, um für Sicherheit zu sorgen. Die Schüler kommen jede Woche in die Schule, nicht im Wechsel. „Das ist im Sinne der Schüler und sinnvoll“, sagt Röhrkasten. Für diese solle so wenig Unterricht ausfallen wie möglich, am besten gar nicht – damit sie am Ende trotz der Umstände ein normales Abitur durchlaufen können. So ist zumindest der Plan. Die Schulleiterin: „Wir wissen nicht, wie es weitergeht.“ Alles sei eine Frage der Organisation, die immer wieder angepasst und erweitert werden müsse.

Fürs Distanzlernen für die anderen Schüler hat Röhrkasten einige Direktiven ausgegeben, damit bei ihren 80 Kollegen die Vorgehensweise angeglichen wird, manche von ihnen müssten eher gebremst werden. Alle, insbesondere die Klassenlehrer, würden sich sehr bemühen.

Bei der Notbetreuung, vor allem für die Jahrgänge 5 und 6 gedacht, geht die Schule über das normale Maß hinaus: So werden Schüler – oft jüngere, aber auch einige ältere – betreut, die schlechtes oder kein Internet zu Hause haben, und diejenigen, die mit dem Distanzlernen nicht zurechtkommen. Schulsozialarbeiter Oliver Schweitzer und zwei Lehrkräfte übernehmen die Notbetreuung. Die Schulleiterin geht vorsichtig und unter Vorbehalt – die Situation ist noch ganz frisch – von 15 Schülern aus, die dieses Angebot annehmen werden. Die Computerräume, die genügend Platz bieten, werden dafür genutzt. Ohnehin ist an der Schule genug zu tun: Das neue Halbjahr will vorbereitet werden, es gehen viele Mails an Schüler und Eltern raus, eine Vielzahl an offenen Fragen will geklärt werden.

Das Landesgesundheitsamt geht davon aus, dass etwa ab Mitte Januar verlässliche Inzidenzzahlen die Infektionslage wieder realistisch abbilden. Auf dieser Grundlage soll dann zeitnah das weitere Vorgehen vorgestellt werden, um den Schulen eine möglichst langfristige Planungsgrundlage für die Zeit nach dem Lockdown zu ermöglichen.

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