Anlage bei Sprakensehl wird erweitert / Gemeinderat beschließt Auslegung des B-Planes

Strom und Wärme aus Biogas

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Aus der Biogasanlage der Maaß GmbH werden zahlreiche Gebäude in Sprakensehl mit Strom und Wärme versorgt. Nun soll die Kapazität von 440 auf mehr als 500 kW erhöht werden.

Sprakensehl/Masel. Einstimmig und ohne Diskussion – die hatte in der Sitzung des Vorbereitungsausschusses stattgefunden –, segnete der Rat der Gemeinde Sprakensehl die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes „Biogsasanlage Sprakensehl“ ab.

Für einen Monat soll der Bebauungsplan ausgelegt werden.

Um Zeit zu sparen, findet parallel dazu die Anhörung der Träger öffentlicher Belange statt, unterstrich Bürgermeisterin Christiane Fromhagen während der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend im Schützenhaus in Masel. Sechs Zuhörer waren gekommen und verfolgten die Sitzung aufmerksam.

Die Maaß Biogas GmbH & Co. KG betreibt eine Biogasanlage an ihrem Schweinestall außerhalb von Sprakensehl. Mit der damit gewonnenen Wärme werden viele öffentliche Gebäude und private Haushalte in Sprakensehl versorgt (das IK berichtete). Dass in der Anlage aus heimischen Pflanzen erzeugte Biogas wird in den Ort geleitet und dort mit Hilfe von Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt. Im Jahr 2010 wurde die Anlage errichtet. Mit einer Leistung von 440 kW galt die Anlage als privilegierte Baumaßnahme auf dem Privatgrundstück der Familie Maaß.

Die Anlage soll nun erweitert werden und mehr als 500 kW produzieren. Dies fällt nicht mehr unter das privilegierte Bauen, deshalb musste die Gemeinde einen Bebauungsplan aufstellen. Im September vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat, damals noch in alter Konstellation, einstimmig grünes Licht für die Aufstellung des B-Planes gegeben. Damit beauftragt wurde das Planungsbüro Pesel. Die Kosten hierfür übernahm die GmbH.

Das Planungsbüro unterstreicht, mit der Erweiterung der elektrischen Leistung der Biogasanlage könnten die raumordnerischen Ziele beispielhaft umgesetzt werden. Arbeitsplätze könnten erhalten und landwirtschaftliche Betriebsstellen gesichert werden. Die übergeordnete Erschließung sei, so das Planungsbüro in seiner umfangreichen Stellungnahme, durch die Anbindung des Weges an die Bundesstraße 4 (außerhalb des Ortes) gewährleistet. Bei der Straße handelt es sich um einen Privatweg, unterstrich die Bürgermeisterin.

Um die Erholungswirkung der Landschaft auf den Menschen nicht durch unzumutbare Zersiedelungen negativ zu beeinflussen, soll das Sondergebiet mit zusätzlichen Pflanzungen in die Landschaft eingebunden werden. Die Planer schlagen vor, standortgerechte Laubgehölze zu pflanzen. So könnten neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Das Planungsbüro Pesel kommt zu dem Schluss, dass „keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen für die Umwelt zu erwarten sind“.

Ein weiterer Punkt während der Sitzung war die „Versickerung des Niederschlagswassers aus der Biogasanlage“. Vorgesehen ist in Absprache mit dem Landkreis als zuständige Behörde eine Muldenversickerung. Auch hiergegen hat die Gemeinde keine Bedenken, war sich der Rat einig.

Von Walter Manicke

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