Nur Buschfeld als Neubau angepeilt

Straßen und Wege in Gemeinde Dedelstorf sollen saniert werden

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Die Straße Am Buschfeld in Langwedel ist derzeit das einzige geplante Neubau-Projekt in der Gemeinde. 

Gemeinde Dedelstorf – Die Bürgerinitiative „Dedelstorfer für Dedelstorf“ startete Anfang August in der Gemeinde mit der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren in Sachen einstweiliger Verzicht auf Straßenausbaumaßnahmen (das IK berichtete).

Bürgermeister Bernd Rodewald betont gegenüber dem IK vor diesem Hintergrund, dass die Kommune aktuell als einzigen Neubau die Straße Am Buschfeld in Langwedel über die Dorfentwicklung auf dem Plan habe. „Ansonsten wollen wir nur sanieren. “ Dies müsse bei der Unterschriftensammlung auch so kommuniziert werden. „Es sollen sonst nicht neue Straßen und Wege gebaut werden. “.

Rodewald verweist auch darauf, dass die eigentlich vorgesehene Erneuerung des Fußweges und der Nebenanlagen an der Repker Dorfstraße durch den Gemeinderat zurückgestellt worden war. Dass habe an den hohen Kosten von geschätzten 530.000 Euro gelegen, bei denen auch die Anlieger herangezogen worden wären.

Die Forderungen der BI, dass die Zeit genutzt werden müsse, sich einen Überblick über den Zustand der Straßen und Wege in der Gemeinde zu verschaffen sowie „andere gerechtere Finanzierungsmodelle zu prüfen“, kann Rodewald nicht nachvollziehen. „Den Überblick haben wir bereits.“ Der Bürgermeister hat den Eindruck, dass dem Bauausschuss und dem Rat unterstellt wird, dass sie keinen Überblick über den Zustand der Straßen und Wege in der Gemeinde habe. „Wir beschäftigen uns seit mehreren Jahren, einige von uns schon seit 25 Jahren, mit dieser Thematik.“ Ihnen jetzt Unwissenheit zu bescheinigen, sei „gelinde gesagt eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für die, die sich immer wieder in ihrer Freizeit um die Infrastruktur der Gemeinde kümmern“, so Rodewald. Insbesondere der Bauausschuss sei in diesem Bereich sehr aktiv, etwa durch regelmäßige Bereisungen im Gemeindegebiet. Firmen würden regelmäßig mit Sanierungen bei aufgetretenen Schäden beauftragt.

Zum Punkt der alternativen Finanzierungsmöglichkeiten unterstreicht Rodewald, dass diese intensiv geprüft worden seien. Vorträge seien besucht worden, es habe mit der Verwaltung viele Gespräche gegeben und letztendlich sei man zu dem Entschluss gekommen, das jetzige Finanzierungssystem beizubehalten. Denn beispielsweise beim System der wiederkehrenden Beiträge würden mehrere Veranlagungsgebiete festgelegt. Laut der Aussage einer Fachanwältin werde das Ganze oft in höchstem Maße beklagt und diese Klagen hätten auch durchaus Erfolg. Daher seien die wiederkehrenden Beiträge zurzeit nicht das Mittel der Wahl, folgert Rodewald daraus.

VON PAUL GERLACH

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