Zwei von drei Jungtieren haben es bisher geschafft / Trockenheit wirkt sich nicht stark aus

Storchenpaar brütet in Hankensbüttel

Auch dieses Jahr hat sich in Hankensbüttel ein Storchenpaar niedergelassen.
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Auch dieses Jahr hat sich in Hankensbüttel ein Storchenpaar niedergelassen.

Hankensbüttel – Das Storchenpaar, welches beim Hankensbütteler Otterzentrum gebrütet hat, war bisher erfolgreich. Von drei geschlüpften Jungtieren haben es zwei geschafft, wie Weißstorchbetreuer Hans-Jürgen Behrmann dem IK gegenüber erzählt.

Anhaltende Trockenheit als Gefahr?

Die anhaltende Trockenheit im Mai hat dem Experten zunächst Sorge gemacht. „In den letzten Tagen hat es endlich wieder geregnet. Nun dürften auch wieder Regenwürmer für die Jungstörche und ihre Eltern verfügbar sein.“

Wie aber ist es bis dahin den Störchen ergangen, deren Nachwuchs erst ab Mitte Mai geschlüpft war?

Die Befürchtung, dass es bei ihnen, zu denen ja auch viele junge Erstbrüter gehören, doch erhebliche Jungenverluste bis hin zu Brutabbrüchen geben würde, hat sich so nicht bestätigt, erklärt Behrmann.

„Derzeit sind mir nur die Nester in Müden-Dieckhorst und Ummern-West bekannt, in denen keine Jungen mehr leben.“ Weil in beiden Fällen die Eltern gleich wieder mit dem Brüten begonnen haben, ist dies ein Beleg dafür, dass auch hier noch mindestens ein taubes Ei im Nest liegt.

Verluste halten sich bisher im Rahmen

Kleine Verluste, wie die Reduzierung von drei auf zwei Junge, blieben im Rahmen. Da auch bei den Paaren, die früher mit der Brut begonnen hatten, in den Tagen vor dem Regen kaum Verluste zu beklagen sind, gilt auch für sie: Die lange Trockenheit hat wesentlich weniger Verluste gefordert als befürchtet.

In den vergangenen Jahren waren die Hankensbütteler Storch relativ erfolgreich, wenn es um Nachwuchs geht. Lediglich in den Jahren 2009, 2008 und 2007 wurden keinen Jungtiere flügge. In den letzten beiden Jahren wurden jeweils zwei Störche Flügge, 2017 waren es sogar vier.

Da bis auf eine Ausnahme seit 2003 jeweils höchstens zwei Jungtiere flügge wurden, schließt Behrmann, dass das Nahrungsangebot nicht optimal ist.

2019 wurde ein neuer Nistmast installiert, da der alte 2018 durch Herbststürme in Schieflage geriet. Der Mast wurde sofort besetzt, ob es sich jedoch um das Paar aus der vorherigen Brutzeit handelte, konnte nicht bestätigt werden.

VON MAX A. MORRISON

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