Sponsorenlauf der Karl-Söhle-Schule: Schüler mit Begeisterung dabei

Stolz auf 3285 Runden

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Am Ziel gab es nach jeder Runde ein Freundschaftsbändchen – die waren bei den Schülern begehrt.

Hankensbüttel. „Ich hab’ schon sieben!“, ruft der kleine Junge im blauen T-Shirt stolz seiner Mutter zu. Eben hat er dafür sein siebtes Freundschaftsbändchen bekommen – und macht sich auf zur nächsten Runde um die Karl-Söhle-Schule.

Der anstrengendste Teil der Strecke und dem Schulkomplex: die „Bergetappe“ hinter der Turnhalle.

Über 250 Kinder liefen gestern Vormittag beim Sponsorenlauf der Hankensbütteler Grundschule wieder und wieder um ihr Schulgebäude. Das große Ziel: Geld sammeln für die Neugestaltung des Schulhofes, und insbesondere – dafür ist die gestern gesammelte Summe gedacht – für ein neues Spielgerüst. Eltern, Großeltern und andere Sponsoren – darunter auch einige Firmen – hatten vorher unterschrieben, wie viel Euro sie pro Runde springen lassen wollen. Sogar ein großer Bruder hatte einen Einsatz von 5 Cent gewagt – pro Runde, die sein kleiner Bruder schafft. Am Ende schafften alle Schüler der ersten bis vierten Klassen zusammen genau 3285 Runden.

„Ich bin überwältigt, was die Kinder hier leisten“, sagte Schulleiterin Christina Schulze, als sie während einer Pause ihre Schützlinge auf der knapp 350 Meter langen Runde beobachtete. Ihr besonderer Dank galt den Eltern, die sich gestern als Streckenposten zur Verfügung stellten oder den Sponsorenlauf vorbereitet hatten.

In der Pause wurde der Schulhof zur „Fankurve“ – wer nicht lief, feuerte oft die Mitschüler an.

Maßgeblich eingebunden waren dabei der Elternrat und der Schulförderverein. Die Vorsitzende ist in beiden Fällen Silke Schröder, und die war auch ganz begeistert vom sportlichen Engagement der Schüler: „Für die Kinder hat das Miteinander gezählt, sie haben gemeinsam etwas auf die Beine gestellt.“ 13,04 Runden bewältigte jeder Schüler im Durchschnitt – mancher wollte gar nicht wieder aufhören. Welche Spendensumme dabei insgesamt zusammengekommen ist, das blieb gestern noch offen. Klar ist: Einige Eltern werden ein wenig überrascht gewesen sein, wie viele Runden ihre Kinder am Ende geschafft hatten. Auch Annegret Lange, die viele der Kinder aus dem Sportunterricht kennt, zeigte sich höchst erstaunt: „Unglaublich, selbst Kinder, die im Training nach zwei Runden aus der Puste waren, laufen hier Runde um Runde.“

Der Hit waren für viele Schüler die Freundschaftsbänder, die sie mit jedem Zieldurchlauf sammeln konnten. Eltern und andere Helfer hatten im Vorfeld 3400 dieser Bändchen geknüpft – allein die Hankensbüttelerin Elke Röling als Großmutter hatte 1600 davon hergestellt.

Von Holger Boden

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