Investitionen führen zu Nachtragsetat

Steinhorst hat viel vor: Gemeinde sichert sich Grundstücke

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Die Gemeinde Steinhorst will auf dem Bauplatz des Anwesens Neue Brücke 4 einen Neubau für eine Arztpraxis errichten, nachdem das dortige Haus abgerissen worden ist. Dies ist nicht das einzige Grundstück im (Kauf-)Visier.

Steinhorst – Die Gemeinde Steinhorst will eine Menge Geld für Grundstückskäufe in die Hand nehmen, um sich für die Zukunft in Sachen Infrastruktur gut aufzustellen. Der Haushaltsausschuss empfahl den dafür nötigen Nachtragsetat am Montagabend einstimmig an den Rat.

Der Zahlungsmittelabfluss erhöht sich im Nachtrag auf geschätzte 768 400 Euro. Zuvor hatte er bei 211  800 Euro gelegen. „Diese ganz erhebliche Erhöhung liegt an den geplanten Investitionen“, erläuterte Kämmerin Nicole Zergiebel von der Verwaltung. Dazu zählen die beiden Dorfentwicklungsmaßnahmen Räderloher Ortsdurchfahrt und Albert-Lahmann-Weg in Räderloh.

Außerdem hatte sich die Gemeinde dazu entschieden, den Bauplatz des Anwesens Neue Brücke 4 zu kaufen. Dort soll ein Neubau für eine Arztpraxis entstehen, nachdem das dortige Haus abgerissen worden ist.

An der Marktstraße in Steinhorst soll ein Grundstück für 350 800 Euro gekauft werden. 2020 soll eine Teilfläche weiterveräußert werden. „Der Großteil des Geldes kommt zurück“, unterstrich Ausschussvorsitzender Dieter Bieber (CDU).

Die genauen Zahlen zu den jeweiligen Kosten für die Vorhaben sollen bis zur Ratssitzung am 2. September vorliegen. „Bislang sind sie lediglich grob geschätzt“, betonte Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer. Da die Investitionen in 2019 nicht mehr mit dem vorhandenen Kassenbestand von etwas über 1 Million Euro finanziert werden können, sollen 200 000 Euro als Darlehen aufgenommen werden. Was davon tatsächlich bis zum Jahresende benötigt wird, hängt vom jeweiligen Projektfortschritt ab.

Für die Zwischenfinanzierung der Investitionen werden die Liquiditätskredite von 150 000 auf 300 000 Euro erhöht.

Zergiebel betonte außerdem, dass es momentan so ausschaut, als würden sich – mit aller Vorsicht prognostiziert – die Einnahmen durch die Gewerbesteuer um etwas über 200 000 Euro erhöhen. „Es könnte sich eine Verbesserung abzeichnen.“ Man müsse schauen, wie sich das bis Ende 2019 entwickelt, so Zergiebel.

2020 sollen für die geplanten Investitionen dann auch wieder Einnahmen durch Anliegerbeiträge, Zuwendungen aus Förderprogrammen und Grundstücksverkäufen fließen. „Es könnten eventuell weitere Darlehensaufnahmen in 2020 nötig sein“, heißt es von der Verwaltung.

Im Ergebnishaushalt 2019 erhöht sich der Fehlbedarf von bislang 99 500 auf 100 500 Euro. Dies liegt am Zuschuss für die ehrenamtliche Pflege der Steinhorster Homepage, der bereits überplanmäßig beschlossen worden war.

VON PAUL GERLACH

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