„Eine ziemliche Schweinerei“

Steinhorst: Tote Nutrias in der Lachte

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Heiko Schulze hat in der Lachte tote Nutrias gefunden. Er vermutet, dass sie erschossen wurden. 

Steinhorst – „Ich hab erst gedacht, da hätte jemand einen Fußball in die Lachte geworfen“, sagte Heiko Schulze. Ein Irrtum: Direkt hinter dem Haus des Steinhorsters liegt eine tote Nutria im Fluss, eine weitere liegt ein paar Meter weiter unter der Brücke.

„Vor ein paar Tagen habe ich hier Schüsse gehört“, berichtet Schulze. „Und wenig später trieben die Kadaver die Lachte hinunter.“ Anfangs seien die toten Tiere noch vom Wasser umspült worden, mittlerweile ragen sie aus dem schlammigen Grund hervor und sind aufgrund des niedrigen Wasserstandes gut zu sehen. „Ich gehe davon aus, dass jemand die Tiere geschossen und dann in die Lachte geworfen hat“, sagte Schulze. „Eine ziemliche Schweinerei.“ Wenn man die Tiere schon schieße, sollte man sie doch zumindest waidmännisch entsorgen, findet der Steinhorster. „Man schießt ja auch kein Reh und lässt es dann einfach im Wald liegen.“

Die Nutrias nimmt Schulze als direkter Anlieger zur Lachte gar nicht als Schädlinge wahr. „Ich habe ja selbst nichts gegen die Nutrias. Die sind doch putzig.“ Er sehe aber durchaus ein, dass gegen sie als invasive Spezies vorgegangen wird. „Weiter oben am Fluss stehen auch Fallen. Ist auch vollkommen in Ordnung. Aber einfach abschießen und dann vergammeln lassen? Das muss doch auch humaner gehen.“

Schulze hat bereits versucht, gegen den Missstand vorzugehen. „Unser Gemeindebüro ist diese Woche geschlossen, bei der Samtgemeinde Hankensbüttel habe ich niemanden erreichen können“, so der Steinhorster. Nun wolle Schulze bei der Polizei Anzeige erstatten. „Ich glaube zwar nicht, dass das was hilft, aber versuchen muss man es. Und vielleicht hat es zumindest eine abschreckende Wirkung, damit sowas nicht nochmal vorkommt.“

VON DENNIS KLÜTING

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