Steinhorster Bauausschuss hofft auf Beteiligung der Anlieger

Steinhorst: 4,5 Kilometer Waldweg müssen saniert werden

+
Durch Stürme sind die Schäden an den Forstwegen entstanden. Dadurch gibt es aber auch Förderungen. Der Bauausschuss hofft auch auf eine Beteiligung der Anlieger. 

Steinhorst – Für den Ausschuss für Bauangelegenheiten, Wege und Umwelt der Gemeinde Steinhorst gab es kürzlich viel Diskussionsstoff.

So erläuterte zunächst Bezirksförster Henning Ibold von der Bezirksförsterei Sprakensehl-Meinersen dem Ausschuss den Ausbau von Waldwegen mit forstlicher Förderung. Im Gebiet der Gemeinde Steinhorst sind Schäden an Forstwegen im nördlichen Teil der Gemarkung Räderloh durch die Abfuhr der Holzernte und des Sturmholzes aufgetreten, die dringend sanierungsbedürftig sind, machte der Bezirksförster deutlich. Da die Situation der schweren Stürme Herward und Friederike zustande kamen, kann die forstliche Förderung zur Sanierung genutzt werden, sagte Ibold.

Forstwege sind in drei Kategorien eingeteilt, 1. für eine Ganzjahresabfuhr, 2. für Rettungs- und Waldbrandfahrzeuge und 3. für den Zugang der Öffentlichkeit. Die Fördersumme beträgt beim Wegeausbau zurzeit 70 Prozent der Nettokosten, betont der Bezirksförster und empfahl dem Ausschuss die Chance der Förderung zu nutzen.

Bei der Sanierung geht es um rund 4,5 Kilometer Waldweg, die allerdings mit vier Privatwaldbesitzern in Einklang zu bringen ist. Bürgermeister Klaus-Hinrich Singer setzt dabei auf die Freiwilligkeit der Anlieger, die sich die restlichen 30 Prozent mit der Gemeinde teilen müssten.

Dieter Bieber erläuterte anschließend dem Ausschuss den derzeitigen Stand der Dorfentwicklungsmaßnahmen der Förderperiode 2016 bis 2023. Dabei stehe eine Gesamtsumme für die Projekte gemäß der Prioritätenliste von rund 1,05 Millionen Euro im Raum, die mit 545.400 Euro gefördert werde. Projekte wie unter anderem der Lachtepark, Zugang zur Apotheke und der Brauelweg, seien abgeschlossen, sagte Bieber. Die anderen Projekte wie die Basisdienstleistung Nahversorgung, der Küchenanbau und die Wegeanbindung am Schulmuseum, die Umnutzung des Haus der Gemeinde, die Nebenanlagen der Ortsdurchfahrt Räderloh sowie der Albert-Lahmann-Weg, wurden bereits bewilligt und können umgesetzt werden, sagte Bieber.

Förderanträge wie unter anderem für den Parkplatz Volksbank mit Wegeverbindung Lachte, Fußwegerneuerungen Dammstraße und Neue Brücke, Schutzstreifen an der L 282 sowie der Bau eines Fußweges an der Lüscher Straße, sind bis zum 15. September zu beantragen. Hierüber soll noch einmal beraten werden, bevor das Planungsbüro Warnecke mit der Ausführung beauftragt wird, so die einstimmige Empfehlung an den Rat.

Ebenfalls empfahl der Ausschuss von einer Förderung „Kleine Städte und Gemeinden“ Abstand zu nehmen, weil die Vorgaben für Anträge der Gemeinde keine Voraussetzungen bieten.

oll

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare