Steimker rettet 47-Jährigem das Leben

spe Steimke/Magdeburg. Matthias Jacob ist in dieser Woche in den Mittelpunkt des Interesses in Magdeburg gerückt. Der 23-jährige Student hat einem 47 Jahre alten Mann am späten Dienstagabend das Leben gerettet.

Der gebürtige Steimker, der an der Magdeburger Universität studiert, joggte im Stadtpark und stoppte auf der Sternbrücke über der Elbe. Von dort sah er, wie eine Gruppe Jugendlicher auf einen Mann einredete, der auf einem Geländer über dem Wasser stand. „Ich hörte dann nur noch wie der Mann auf dem Wasser aufschlug und in der Elbe trieb“, berichtet Jacob.

Während die Jugendlichen die Polizei riefen, lief der Student zum Ort des Geschehens, zog die Schuhe aus und sprang ins Wasser. Nach etwa 30 Metern brachte der 23-Jährige den Mann per Kreuzgriff unverletzt ans sichere Ufer. Wie sich herausstellte, war der Mann betrunken und wollte sich das Leben nehmen. Beide kamen zur Versorgung ins Krankenhaus.

Da man dort die genauen Umstände des Vorfalls nicht kannte, erhielt Matthias Jacob die Aufforderung 10 Euro Klinikgebühr zu zahlen. Da seine Kleidung nass war, ging er in einer Pflegeruniform zurück nach Hause. Das Krankenhaus entschuldigte sich aber später bei ihm, die Gebühr musste er nicht zahlen. „Ich habe nicht wirklich nachgedacht, bevor ich in die Elbe sprang, das war eine Kurzschlussreaktion, in der ich einfach nur gehandelt habe“, erzählt der gebürtige Steimker. Der Fernsehsender MDR wurde auf den Fall aufmerksam und berichtete kurz darauf über den Lebensretter. Am heutigen Sonnabend schaut sich Jacob Magedeburg von oben an. Er hat vom Segelflugverein Magdeburg einen Rundflug als Dank erhalten.

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