Online-Anmeldung ab sofort möglich

Testzentrum in Steimke: Start im Schützenhaus am 24. April

Eine Corona-Testung.
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Erleichterung für die Bürger der Samtgemeinde Hankensbüttel: Um sich in einem Testzentrum aufs Corona-Virus checken zu lassen, müssen sie ab Samstag, 24. April, nicht mehr so weit fahren, sondern können sich – nach Online-Voranmeldung oder sonst auch spontan ohne Termin – nach Steimke begeben.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Steimke – Wo sonst in normalen Jahren das Vereinsleben tobt und auch krachend das Schützenfest steigt, wird in Kürze auf Corona getestet: Die Samtgemeinde Hankensbüttel bekommt im Steimker Schützenhaus ihr eigenes Testzentrum. Dieses nimmt am Samstag, 24. April, seinen Betrieb auf.

Als Betreiber fungiert das Unternehmen Corona Schnelltest Gifhorn. Es gehört zur Firma Corona Schnelltest Wolfsburg, die wiederum ihren Hauptstandort an der Heinrich-Nordhoff-Straße hat und Außenstandorte in Ehra und Weyhausen eingerichtet beziehungsweise vorgesehen hat.

Anna Wendt von Corona Schnelltest Wolfsburg verweist zum Ablauf der Testung auf www.schnelltest-gifhorn.de. Dort lassen sich ab sofort auch online Termine für Steimke vereinbaren. Telefonisch ist dies unter (05361) 3767718 möglich. Getestet wird in Steimke dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags zwischen 12 und 18 Uhr. Man kann auch spontan ohne Anmeldung vorbeikommen, betont Wendt. Lediglich der gültige Personalausweise müsse mitgebracht werden. Der Test sei für die Bürger kostenlos, das Unternehmen kümmere sich um die Abrechnung mit der Kassenärztlichen Vereinigung.

15 Minuten nach dem Test liegt die Auswertung vor. Die Testperson kann sich die medizinische Bescheinigung in Papierform mitgeben lassen oder das Ergebnis auch digital in der PassGo-App abrufen. Bei einem positiven Test kümmert sich das speziell geschulte Team in Steimke (ein Tester, ein Laborant und eine Person im Anmeldebereich) um die verwaltungstechnischen Schritte sowie die Weiterleitung an die zuständigen Behörden. Auch ein PCR-Test kann gleich vor Ort in Steimke vorgenommen werden.

Wendt lobt die gute und einfache Zusammenarbeit mit dem Schützenverein. Sämtliche Vorgaben, etwa für das Einbahnstraßensystem, könnten in Steimke gut eingehalten werden. Es gebe zudem genügend Parkmöglichkeiten und generell ausreichend Platz. Falls noch mehr Personal gebraucht werde, könne darauf flexibel reagiert werden.

Im Schützenhaus in Steimke wird ein Testzentrum eingerichtet. Es wird am Samstag, 24. April, in Betrieb genommen.

Das ansonsten momentan verwaiste Schützenhaus bekommt also eine neue Verwendung und gleichzeitig kann der Verein einen positiven Beitrag zur Gesamtthematik leisten. Die Verantwortlichen zeigen sich dankbar für diese Möglichkeit. „Es muss weitergehen“, bringt es Vorsitzender Olaf Lilje auf den Punkt. Und das gehe eben nur übers Testen und Impfen. Der Betreiber trägt die Energie- und laufenden Kosten, der Verein stellt das Gebäude zur Verfügung und verzichtet auf die Miete. So wolle man einen Beitrag bei der Gegenwehr gegen die Pandemie leisten. Die Entscheidung sei äußerst zügig gefallen, in der vergangenen Woche (5. bis 11. April) sei der erste Anruf dazu eingegangen, am Montag, 12. April, fand eine Vorstandssitzung statt und das Vorhaben traf auf einhellige Zustimmung und breite Unterstützung. Laut Lilje sieht es der Verein auch noch aus einer anderen Perspektive: „Wir wollen wieder zu Veranstaltungen hin.“ Zwar könne man mit dem Projekt kein Geld verdienen, aber man sehe es auch als Möglichkeit, damit alle schnell wieder aus der Pandemie herauskommen.

„Schritt zu Normalität“

Der Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel freut sich über den zentral gelegenen Standort in der Samtgemeinde. Die Option Wiethorn in Hankensbüttel hatte sich ausfinanziellen Gründen zerschlagen. „Wir sind natürlich sehr froh, dass unsere Bemühungen erfolgreich enden“, sagt Taebel. Man sei dem Schützenverein Steimke zu besonderem Dank verpflichtet, der als gemeinnütziger Verein die gesamtgesellschaftliche Aufgabe in den Vordergrund stelle.

Sofort habe der Verein Unterstützung signalisiert und sehr kurzfristig auch gewährt. „Denn die Aufnahme des Testbetriebes in unserer Samtgemeinde gibt den Menschen ein Stück mehr Sicherheit und führt hoffentlich sehr kurzfristig in eine gewisse Normalität zurück.“ Bei der Inbetriebnahme des Testzentrums am 24. April will Taebel die Gelegenheit nutzen, allen Beteiligten für ihre Bemühungen zu danken.

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