„Es wird heftiger“

Starkregen: Neues Konzept soll Hankensbüttel besser vor Wassermengen schützen

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Das Unwetter im Mai 2017 hatte in Hankensbüttel unter anderem in der Masch für sintflutartige Zustände gesorgt: Die Wassermengen sollen besser kontrolliert werden.

Hankensbüttel – Die Zielrichtung ist klar: Den Sturzbächen in Hankensbüttel bei Starkregen soll Einhalt geboten werden. Andreas Peters, Geschäftsführer beim Ingenieurbüro Heidt und Peters, stellte jetzt dem Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss ein Konzept zum Schutz gegen Überschwemmungen vor.

„An der Uelzener Straße Ecke Molkereistraße ist das Hauptproblem“, weiß Peter Schulze, Anlieger an der Uelzener Straße.

Dort würde nach Starkregen manches Gebäude schon mal 40 Zentimeter unter Wasser stehen. „Dort läuft das ganze Wasser zusammen.“

Darauf, dass die Uelzener Straße schon mehrfach in Mitleidenschaft gezogen wurde, hatte zuvor auch Ausschussvorsitzender Rainer Nuth (SPD) hingewiesen. Peters hat bei seinen umfangreichen Untersuchungen neben dem Knackpunkt Uelzener Straße, die bei solchen Ereignissen als eine Art „Dachrinne“ fungiert, auch die Bereiche nördlich und südlich des Ortsteinganges an der Uelzener Straße sowie an der Feldstraße und am Erbkampsweg näher betrachtet.

Die Wassermengen sollten dort aufgehalten werden und dann kontrolliert abfließen, so der Ansatz von Peters. „Es wird heftiger“, sagt er mit Blick auf solche Ereignisse. Selbst in kleineren Kommunen finde daher gerade ein Umdenken statt.

Auch Hankensbüttel mit seiner Hanglage will aktiv werden. „Man muss das Wasser verteilen, damit der Schaden geringer ist“, erläutert Peters den Grundgedanken. Dafür müsse man zum einen die Spitzenabflüsse kappen und die Abflusszeit künstlich strecken. Absolute Sicherheit werde es aber nicht geben.

Peters’ Vorschlag: Entlang der Uelzener Straße sollten 50 bis 70 Zentimeter hohe Wälle gebaut werden, um das Wasser, das auf der Straße und im Seitenbereich hinunterläuft, für bis zu zwölf Stunden aufzustauen. Die Wälle seien genehmigungsfrei und auch baurechtlich nicht von Relevanz. Dies müsse nur mit der Landesstraßenbaubehörde abgeklärt werden. Zwischen den Wällen soll ein Abstand von 15 bis 30 Metern eingehalten werden. Sie könnten zwischen den Bäumen positioniert werden.

Beim vom Wasserverband geplanten Regenrückhaltebecken an der Uelzener Straße (das IK berichtete) machte sich Peters dafür stark, eine Überlaufschwelle zu schaffen. In der Masch könne man ein natürliches Regenrückhaltebecken herrichten – mittels eines um 50 Zentimeter erhöhten Weges als eine Art Damm. An der Feldstraße könnte ein zehn Zentimeter hohes Hochbord entlang des bei Starkregen betroffenen Fußweges installiert werden.

Diese von Peters vorgeschlagenen fünf Maßnahmen würden geschätzt insgesamt rund 63.000 Euro kosten. Einstimmig wurde empfohlen, dass das Konzept jetzt in den Fraktionen besprochen werden soll. Es soll dann in der nächsten Ausschusssitzung beraten werden.

VON PAUL GERLACH

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