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Stall für 2328 Schweine

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Auf diesem Rübenfeld an der Kreisstraße zwischen Emmen und Wunderbüttel soll der Stall gebaut werden. © Schossadowski

Emmen. Die Buhr GbR in Emmen plant den Bau einer Schweineaufzucht- und Mastanlage außerhalb von Emmen in Richtung Wunderbüttel an der Kreisstraße 123. Der Stall ist für 1560 Mastschweineplätze und 768 Ferkelplätze vorgesehen.

Herbert Buhr stellte sein Vorhaben am Dienstagabend umfassend dem Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Hankensbüttel vor.

Herbert Buhr bildet auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb in Emmen auch Auszubildende aus. Mit seinem Sohn, der seinen Abschluss als staatlich geprüfter Betriebswirt machen werde, habe er eine GbR gegründet. Zur weiteren Existenzsicherung wolle sich der Betrieb weiter entwickeln. „Wir wollen ein geschlossenes System“, erklärte Buhr. Heißt: Aufziehen der Ferkel und Mast bis zum Verkauf. Laut Planung hat der Maststall eine Größe von 2580 Quadratmetern.

Da es sich dabei um ein Vorhaben im Außenbereich handelt, hat die Gemeinde ein Einvernehmen zu erteilen, sofern die Erschließung ausreichend gesichert ist und öffentliche Belange, etwa die Ausweisung von Bauland, nicht beeinträchtigt werden. Ein Bürger bemängelte, dass der Maststall einen zu geringen Abstand von seinem Haus einhalten würde und forderte einen anderen Standort. Laut Buhr würde es sich dabei um 200 Meter Abstand handeln. Anhand einer Karte erläuterte der Landwirt, dass die Abstände vom Stall zur anderen Wohnbebauung in Emmen 504 und 541 Meter betragen würden. Die meiste Emission würde aufs freie Feld hinaus gehen. Ein weiterer Bürger sprach an, dass der Stall ein Landschaftsschutzgebiet berühren würde.

Bürgermeister Martin Rausch fand, dass Buhr Transparenz schaffe. Bei dem Bau handele es sich um ein sogenanntes kleines Verfahren. Der Gesetzgeber sehe dabei keine Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Dennoch habe sich die Gemeinde dazu entschieden, das Thema öffentlich zu beraten. Rausch und auch Dirk Köllner (CDU) betonten, dass der Landkreis Ansprechpartner sei, wenn es um Schutzgebiete oder Emissionen geht.

Peter Dietz (Grüne) sah im Einvernehmen die eine Sache, die Sitzung sei aber auch als Information für den Bürger zu sehen. „Landwirte brauchen eine wirtschaftliche Existenzgrundlage. Wir leben im ländlichen Raum“, so Dietz. Daher müsse man mit bestimmten Gerüchen leben. „Wir wollen niemandem schaden, wollen uns aber auch weiter entwickeln“, sagte Buhr, der sich über den Stallstandort viele Gedanken gemacht habe. Die Masttiere und Ferkel auf seinem Hof im Dorf würden in den neuen Stall außerhalb kommen. 180 Sauen würden damit im Dorf verbleiben.

Die dadurch entstehende Verminderung der Emissionen im Dorf begrüßte FDP-Politikerin Ingrid Wrede. Die Gülle wird laut Buhr an die Emmener Biogasanlage geliefert. Dr. Meinhard Gehse (FDP) hatte bei dem Vorhaben keine Bedenken. Der Ausschuss empfahl einstimmig, dass die Gemeinde ein Einvernehmen herstellen sollte. Laut Verwaltungsvorlage haben die Fachbehörden des Kreises keine Einwände zum geplanten Bau vorgebracht.

Von Sabine Peter 

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