Ganztag, Fluchttreppe und Raumprobleme

Sprakensehler Grundschule hat eine Menge Herausforderungen vor der Brust 

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Die Sprakensehler Grundschule ist bereit, den Ganztag einzuführen. Ein entsprechendes Konzept ist aufgestellt worden. Allerdings gibt es derzeit schon im normalen Schulalltag räumliche Probleme, berichtet Schulleiterin Kerstin Hoffmann.

Sprakensehl. Kerstin Hoffmann, Leiterin der Sprakensehler Grundschule, redet nicht lange um den heißen Brei herum: „Der zweite Rettungsweg ist weiter ein Problem für uns.“

Zur Erinnerung: Im Ernstfall sollen die Kinder durch die Lehrkraft zu einem Fenster geführt werden, wo es auf eine Außenplattform geht. Bis die Feuerwehr eintrifft, vergeht eine Weile. Dann werden Leitern angelegt und die Kinder einzeln von den Feuerwehrleuten heruntergeholt. Eine Rauchschutztür wurde für den Brandschutz nachgerüstet.

Am 31. Juli fand laut Hoffmann eine zweite Brandschau statt. Der Brandschutzprüfer des Landkreises Gifhorn habe den Bericht dazu am 10. September an die Samtgemeinde Hankensbüttel geschickt, Hoffmann erhielt ihn am 25. Oktober. Die Mängelbeseitigung soll am 30. November erfolgen.

Am 5. November hatte die Schulleiterin ein drittes Gespräch mit dem Bauamt zu dem Thema geführt. Nach einer erneuten Abfrage bei den Eltern gibt es laut Hoffmann bei 18 von den 30 Befragten Interesse daran, dass ihr Kind im Ganztag unterrichtet wird. Das Bauamt habe ihr zuvor zugesagt, dass bei einem Interesse von 12, 13 Schülern eine Fluchttreppe in der Schule eingebaut werde. Beim Gespräch am 5. November habe es aber wieder geheißen, dass man dafür nicht 21.000 Euro ausgeben werde. Das Bauamt war gestern auf IK-Anfrage dazu nicht zu erreichen.

Hoffmann setzt darauf, dass die Samtgemeinde sich des Problems nun verstärkt annimmt. Der Landkreis habe schließlich festgehalten, dass definitiv nachgebessert werden müsse. Zum einen dürften sich im Klassenraum im ersten Stock stets nur zwölf Personen aufhalten. Zum anderen muss voraussichtlich die Küchenzeile unten im Flur in einen separaten Raum. Somit würden der Schule zwei Räume verloren gehen, denn oben wäre aufgrund der beschränkten Personenzahl kein Unterricht mehr möglich. Schließlich gebe es eine kombinierte Lerngruppe der Jahrgänge 3 und 4, betont Hoffmann.

Losgelöst von diesen Raumproblemen: Das Ganztagskonzept der Schule steht inzwischen. „Wir sind bereit für den Ganztag“, sagt Hoffmann. Die Gesamtkonferenz tagt nach der Schulausschusssitzung (siehe unten) und wird entscheiden, ob der Ganztag zum nächsten oder übernächsten Schuljahr oder doch nicht eingeführt werden soll. „Eigentlich finden wir den Ganztag gut.“

• Die beiden Themen – Ganztagsbetrieb und Raumprobleme – werden laut Hoffmann bei der Sitzung des Schul- und Kindertagesstättenausschusses der Samtgemeinde zur Sprache kommen: Dieser tagt am Donnerstag, 15. November, öffentlich ab 16 Uhr in der Sprakensehler Grundschule. Die Errichtung der Ganztagsschule ist der Haupt-Tagesordnungspunkt.

Von Paul Gerlach

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