15-jährige Stipendiatin Aenna Braun hat Bundesarbeitsminister Heil als Paten

Von Sprakensehl ein Jahr in die USA

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Für Aenna Braun aus Sprakensehl geht es dank eines Vollstipendiums für ein Jahr in die USA – nur welcher Bundesstaat es werden wird, ist noch nicht klar. Die 15-Jährige besucht das Hankensbütteler Gymnasium.

Sprakensehl – Für ein Jahr ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten – was für viele ein Leben lang ein Traum bleibt, wird für Aenna Braun aus Sprakensehl nun Realität. Und das mit gerade einmal 15 Jahren.

Die junge Frau hat sich 2018 erfolgreich für ein Vollstipendium über das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) beworben – und hat einen sehr prominenten Paten: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Aenna Braun aus Sprakensehl. 

„Mit ihm kann ich meine Fragen klären“, sagt Aenna, für die es irgendwann zwischen Ende Juli und Mitte September über den großen Teich geht. Auch ihre Gastfamilie kennt sie noch nicht, noch nicht mal den Bundesstaat, der es werden wird. „Das entscheidet sich sehr kurzfristig“, sagt sie und betont, dass sie für alles offen ist, was da auf sie zukommt. Die Schülerin des Hankensbütteler Gymnasiums besucht die 10FLbi und wird seit der siebten Klasse bilingual unterrichtet. Dadurch sei sie besser vorbereitet: Denn natürlich will sie in der Zeit in den USA auch ihr Englisch verbessern, aber ebenso generell selbständiger werden. So weit weg alleine von zu Hause war sie in ihrem Leben noch nicht.

„Man kann nicht zu früh damit anfangen, finde ich. Die USA waren immer mein Traum“, sagt Aenna. Die schiere Größe der USA, die Vielfalt, die andere Kultur, die Unterschiede zu Deutschland – all dies interessiere sie. Ohnehin hatte sie sonst vorgehabt, nach dem Abitur für ein Jahr als Au-pair ins Ausland zu gehen. Nun ist es schon etwas eher so weit, da sich die Möglichkeit dazu bot. Sie wird die 11. Klasse am Gymnasium überspringen und stattdessen in den USA die Schule besuchen. Nach ihrer Rückkehr geht’s dann im Gymnasium in Klasse 12 weiter. „Ich werde die USA nicht als Tourist erleben, sondern quasi wie ein Bürger dort leben.“ Aenna hat sich viel angelesen, aber um die eigentliche Organisation des Austausches kümmert sich Youth For Understanding (YFU), ein Netzwerk von mehr als 50 gemeinnützigen Austauschorganisationen weltweit. Die YFU sucht die Gastfamilie und teilt sie Aenna mit: Sie kann sich diese also nicht auswählen. Besuche aus Deutschland sind nicht erlaubt – auch nicht durch Aennas Eltern. Ihre Familie unterstützt sie bei ihrem Vorhaben voll und ganz, der Kontakt wird über WhatsApp, Skype & Co. möglich sein.

Mit Heil wird es ein Vorher- und ein Nachher-Gespräch geben. „Es ist cool, Herrn Heil als Paten zu haben. Er ist sympathisch“, schmunzelt Aenna. Im Mai wartet noch ein siebentägiges Vorbereitungsseminar auf sie.

Schulleiterin Cornelia Röhrkasten freut sich für Aenna: „Das ist eine tolle Sache.“ Insbesondere für Schüler mit einem besonderen Interesse an Sprachen. Dabei würden diese von der guten Vorbereitung im Englisch- und Bili-Unterricht profitieren. Die Schule leiste sich die „sehr kleinen Bili-Kurse in der Oberstufe“ ganz gezielt. Solche Austausche würden immer wieder vorkommen – in der Jahrgangsstufe 11 oder auch früher. Mal für ein paar Monate, mal – wie bei Aenna – für ein ganzes Jahr. Die Schule unterstütze die Schüler dabei und halte den Kontakt in dieser Zeit.

VON PAUL GERLACH

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