Freischneiden für die Wehren für Ernstfall ist angesagt – trotz knapper Kasse

Sprakensehl: Forstwege im Fokus

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Die Gemeinde Sprakensehl will in diesem Jahr drei Forstwege instandsetzen, damit die Feuerwehren im Falle eines Waldbrandes die Hydranten gut erreichen können. Dazu zählt auch der Bodenteicher Weg im Maseler Wald.

Sprakensehl/Bokel/Behren – Die finanziellen Mittel sind sehr dürftig. Aber nichtsdestotrotz treibt die Gemeinde Sprakensehl auch in diesem Jahr ein Thema von äußerst wichtiger Bedeutung weiter voran.

Gerade in Zeiten des Klimawandels und angesichts zunehmend staubtrockener Bodenschichten soll die allgegenwärtige Waldbrandgefahr minimiert werden. So stellt die Gemeinde jedes Jahr 3000 Euro für die Instandhaltung der forstwirtschaftlichen Wege in den Haushalt ein.

Die neue Waldbrandeinsatzkarte der Feuerwehr ist zwar noch nicht fertig, aber es wurden in einer Zusammenarbeit von Revierförster Sönke Hogreve und Ratsmitglied Matthias Röling-Müller drei Wegstrecken ausgearbeitet. Dort soll erst der Forstmulcher durch, anschließend sollen sie teils mit Material aufgefüllt werden. Nach dem Einsatz eines Wegegräders sollen die Wege wieder befahrbar sein.

An zwei Wegen (Behren/Günne, Gemarkungsgrenze Sprakensehl/Hagen) liegt die zentrale Wasserversorgung mit Hydranten zur Wasserentnahme. Der Bodenteicher Weg (Sprakensehl Richtung Maseler Wald) geht in ein großes Waldgebiet hinein. Dort wären die Hydranten für die Feuerwehr im Ernstfall dann wieder gut zu erreichen. Langfristig ist es bekanntlich das Ziel der Gemeinde, gemeinsam mit Bezirksförster Hogreve ein Konzept für die wichtigsten Forstwege zu erstellen.

Aber auch abgesehen von diesen Maßnahmen in Sachen Brandschutz hat die Kommune einiges vor. Denn am 7. März hatte eine Rundfahrt durch die Gemeinde stattgefunden. Dabei wurden Mängel und Unterhaltungs- sowie Bewirtschaftungsbedarf festgestellt.

So soll beim Bokeler Freibad der Zaun am Eingang, der durch Vandalismus Schaden genommen hat, über eine Spende des Butting-Fördervereines erneuert werden. Hinter dem Bad müssen zwei Birken entfernt werden. Dafür sind aber die neuen Pumpen inzwischen da und der Zaun rund um das Becken ist zum Teil schon erneuert. Der Rest folgt noch, auch dank der Unterstützung durch eine Spende. Am Sportplatz wollen die Jungen Leute die Tore richten und den Platz herrichten.

Dazu brauchen sie Mutterboden. Aus Gemeindesicht macht es daher Sinn, auf den Bau des geplanten Windparkes Bokel 01 zu warten: Dabei wird reichlich Mutterboden anfallen. Der Ruhesitz Romantica möchte seinen Parkplatz verlängern, der jetzige ist viel zu klein. Das soll in Verlängerung geschehen – auf dem Seitenstreifen an der Straße, ohne weitere Befestigung. Der Seitenraum muss allerdings noch an die Straße angeglichen werden. Das wird das Altersheim übernehmen. Die Bushaltestelle im Wiesengrund ist laut Rainer Cohrs vollgemüllt. In der Fahrbahndecke des Breitenheeser Weges ist ein großes Loch, es muss unbedingt verfüllt werden.

Am Nienwohlder Weg bekommt der letzte Anlieger rechts im Ort bei Regenereignissen viel Wasser vom darüber liegenden Acker ab. Deshalb möchte er einen Wall am Übergang von Acker und Grundstück aufschütten, damit das Wasser auf dem Acker versickert. Dazu muss die Einfahrt in den Acker verlegt werden und drei kleine Eichen müssen weichen. Die erste Baumreihe links im Wald ist zum Schutz der Straße gefällt worden. Bürgermeisterin Christiane Fromhagen holt ein Angebot zum Entfernen der Stubben ein, damit in Zukunft der Seitenraum leichter gemulcht werden kann.

In Behren im Eichenweg müssen Löcher verfüllt werden. Außerdem muss dort an der Ausfahrt Bührke der Seitenraum saniert werden, das übernimmt Bührke. Die Seitenränder im Eichenweg müssen abgeschoben werden. Am Weg Behren – Sprakensehl muss auf Höhe Onischke ausgeschnitten werden. Der Bodenteicher Weg vor der Kieskuhle ist schon gemulcht, der Gräder kommt noch.

In Sprakensehl müssen diverse Löcher in den Straßen verfüllt werden. An der Ecke Wohltfeld/Zur Bünte müssen Sträucher entfernt werden. Beim Freibad könnte der neue Lärchenzaun mit Farbe auf Wasserbasis gestrichen werden, ein Filter braucht neuen Kies. Bei der Straße Im Kampfeld soll die Baustraße in diesem Jahr noch durch eine richtige ersetzt werden. Das übernimmt federführend der Erschließungsträger. Die Gemeinde übernimmt die Straße dann und zahlt 10 Prozent der Kosten.

Alle nötigen Maßnahmen, die bei der Gemeinderundfahrt festgestellt wurden, sollen erledigt werden, beschloss der Rat einstimmig.

VON PAUL GERLACH

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