Rat befürwortet Planung für Dorferneuerung – am Dorfteich, in Bokel und in Masel

Sprakensehl hat eine Menge vor

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Die Fläche am früheren Brunnen bei der Tweete in Masel soll als Aufenthaltsbereich hergestellt werden.

Sprakensehl/Bokel/Masel. Die Gemeinde Sprakensehl möchte trotz ihrer desaströsen finanziellen Lage die Möglichkeiten nutzen, die sich ihr durch das Förderprogramm Dorfentwicklung bieten. 73 Prozent Förderung winken der Kommune dabei.

Bei der Maseler Dorfstraße sollen der Straßenraum sowie die Nebenanlagen erneuert werden. Vom Ortseingang aus Richtung Hankensbüttel bis in etwa zum Abzweig Richtung Wettendorf/Bottendorf gehe es um 3,50 Meter Breite, erläuterte Planer Volker Warnecke bei der jüngsten Sitzung des Sprakensehler Rates.

Um eine ausreichend hohe Bewertung des Vorhabens als Voraussetzung für eine Förderung zu erreichen, müsste gestalterisch etwas angeboten werden – etwa durch eine Verkehrsberuhigung oder in Form von Anlaufpunkten, zum Beispiel ein Info-Bereich zum Niederlassen für Fahrradtouristen. Warnecke schlägt vor, den Spielplatz an den großen Dorfteich zu verlegen.

Bei der Maseler Dorfstraße kann die abgängige Asphaltfahrbahn in großen Teilen durch das Aufbringen einer Tragdeckschicht saniert werden.

Warnecke legte den Fokus auch auf die Pflasterung der Dorfstraße: In Zufahrts- oder auch Einmündungsbereichen könne man auf Feldsteinpflaster als optisch ansprechendes Element setzen, ansonsten könne man Verbundsteinpflaster nutzen. An mehreren Stellen auf der Dorfstraße müsse die Asphaltdecke herausgenommen und neu aufgebaut werden. An den nötigen Punkten soll eine Beleuchtung installiert werden, dazwischen könnten die Abstände ruhig größer sein, so Warnecke.

Von der Dorfstraße geht die 270 Meter lange Tweete ab, bei der der Straßenraum ebenfalls erneuert werden soll. Gerade im südlichen Bereich ist dort der Asphalt laut Warnecke kaum noch vorhanden. Die Gosse solle komplett raus und neu eingesetzt werden. Dort werde dann auch gepflastert. Das gilt auch für die Zuwegung zu den Grundstücken. Zudem müsse der Zustand des Regenwasserkanals ermittelt werden, damit man die Straße nach der Erneuerung nicht noch einmal aufreißen müsse.

Als Kostenpunkt für die Maseler Maßnahmen geht Warnecke inklusive Planungsleistungen, Vermessung und Nebenkosten von insgesamt 400.000 Euro aus. Das entspreche einem Eigenanteil der Gemeinde von 100. 000 Euro – wobei die Anlieger bei den Zufahrten herangezogen würden.

Warnecke ging auch auf den Sprakensehler Dorfteich als weiteres Projekt ein: Dieser soll stärker in den Mittelpunkt und besser erschlossen werden. Von Bürgerseite aus wurde bei der Sitzung eine Sanierung des bestehenden Fußweges vorgeschlagen. Warnecke sprach sich dafür aus, den Förderantrag dieses Jahr einzureichen.

In Bokel soll außerdem der Straßenraum Zum Eichhof erneuert werden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass Warnecke weiter planen und jeweils drei Angebote bei Planungsbüros einholen soll. Zeitnah und rechtzeitig vor dem Stichtag 15. September sollen die Förderanträge dann gestellt werden.

Von Paul Gerlach

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