Samtgemeinde-Schulausschuss befürwortet Vorhaben und kommt Elternwunsch nach / Zeitdruck ist groß

Sprakensehl: Deutliches Ja zum Ganztag

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Die Sitzung des Samtgemeinde-Schulausschusses in Sprakensehl war sehr gut besucht: Vor allem viele Eltern verfolgten die Diskussion über die gewünschte Ganztags-Einführung. 

Sprakensehl. Der Bedarf für die Ganztagsbetreuung in Sprakensehl ist hinterlegt und unstrittig: Bei einer Abfrage durch die Samtgemeinde Hankensbüttel unter den Eltern haben 18 Befragte ihr Interesse bestätigt, dass ihr Kind im Ganztag unterrichtet werden soll (das IK berichtete).

Diese Zahl beeindruckte jetzt auch die Politik: Das Vorhaben wird auf den Weg gebracht – und zwar bereits für das nächste Schuljahr.

Der Samtgemeinde-Schulausschuss empfahl am Donnerstagabend einstimmig, dass ein entsprechender Antrag für die Errichtung einer offenen Ganztagsschule gestellt werden soll. Dies gilt allerdings nach einem Antrag von Peter Dietz (Grüne) unter dem Vorbehalt, dass Schulelternrat und die Gesamtkonferenz dem Konzept zustimmen, das erst kurz vor dem Schulausschuss fertiggestellt wurde.

Dass das Konzept erst in der Woche vor der Sitzung vorlag und die Zustimmung der beiden Schulgremien noch aussteht, stieß einigen Ausschussmitgliedern sauer auf. Eine Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Schulleitung, Elternvertretern und Politik hatte seit Anfang März entsprechende Gespräche geführt.

Schließlich drängt nun die Zeit: Stichtag für die Antragstellung ist der 30. November. Laut Schulleiterin Kerstin Hoffmann kommen die Gremien aber nächste Woche zusammen, sie geht fest von einer positiven Entscheidung aus.

Handlungsbedarf herrscht: Die Küchenzeile gilt als Brandlast.

Die Samtgemeinde wird sich laut Rathaus-Chef Andreas Taebel um die nötige Ausstattung für den Ganztag kümmern, die Vorbereitungen an der Schule seien Sache des Kollegiums. Laut Verwaltung steht nach einer ersten unverbindlichen Abfrage mindestens ein möglicher Träger bereit, um die Trägerschaft für den Nachmittagsbereich zu übernehmen. Dafür würden Kosten von in etwa 40.000 Euro pro Jahr entstehen. Zusätzlich müsste das laufende Budget der Schule für die Anschaffung von Materialien um 2.000 Euro erhöht werden. An einmaligen Kosten fallen zirka 20.000 Euro an: für einige Renovierungs- und Umbauarbeiten sowie teilweise die Ausstattung mit neuem Mobiliar.

Während man bei der Verwaltung davon ausgeht, dass der Bestand an Räumen ausreicht – auch im Ganztagsbetrieb –, verweist Schulleiterin Kerstin Hoffmann auf Raumprobleme. „Die Räume sind nicht Bestandteil des Ganztagkonzeptes“, betonte Patrick Dammann von der Verwaltung. Das werde man nach der Antragstellung noch absprechen. Zudem gehe die Schülerzahl laut Prognose nach unten. „Die Räumlichkeiten sind sehr schön und groß“, fand der Ausschussvorsitzende Thomas Sordel (SPD).

Bei dem Konzept ist laut Hoffmann vor allem die Hausaufgabenbetreuung wichtig. Zudem sei es auf das Vermitteln von Arbeitstechniken ausgerichtet, besonders mit Blick auf den Übergang zur fünften Klasse. Es gibt darüber hinaus ein zeitliches Fenster für AGs. Das Ende der Unterrichtszeit am Nachmittag muss noch mit der Abfahrt des Schulbusses koordiniert werden, bevor der Antrag gestellt wird.

Schulelternratsvorsitzender Jens Hilmer sagte bei der Sitzung: „Ohne Frage: Wir wollen die Ganztagseinführung, wir tragen das Konzept mit.“

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