„Jeder in seinem Tempo“

Spendenmarathon – Hankensbütteler Gymnasiasten setzen starkes Zeichen gegen Rassismus

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„Zielfoto“ mit den Beteiligten in Wolfsburg.

Hankensbüttel / Wolfsburg – Über 120 Jungen und Mädchen des Hankensbütteler Gymnasiums machten sich am Dienstag zum Antirassismus-Spendenmarathon auf: Sie starteten an der schuleigenen Mensa, um für den guten Zweck zu laufen.

Einige Lehrer begleiteten sie auf der über 30 Kilometer langen, in Etappen zu absolvierenden Strecke.

Kräftige Unterstützung am Start in Hankensbüttel. 

Organisator Martin Rausch war einer von ihnen. Er gab den Schülern am Morgen die letzten Hinweise: „Unser größtes Problem ist heute die Hitze.“ Vorab machte er den Schülern die Brisanz deutlich. „Deshalb passen wir besonders gut auf uns auf. Jeder läuft sein Tempo.“ Viele Teilnehmer waren per Fahrrad unterwegs, einige Schüler und Lehrer auch zu Fuß. Die Ruder-AG war mit einigen Booten auf dem Kanal dabei.

„Es war etwas heiß. Zum Glück wehte ein bisschen Wind“, berichtete Elias aus der siebten Klasse an der Kanalbrücke, die bei Knesebeck am Königsdamm in Richtung Oerrel und Schönewörde führt. Er war ebenso wie Dominik auf dem Fahrrad an den Start gegangen. „Man nutzt die schattigen Plätzchen entlang der Strecke für Pausen“, sagte Dominik. An der Versorgungsstation an der Brücke gab es Wasser, Apfelstücke und Bonbons zur Stärkung.

Letzte Hinweise, kurz bevor es auf die Strecke ging.

Schnellster Läufer an dieser Stelle war Adrian Feld aus der 9FLbi: „Es war gut warm.“ Dennoch habe er sein Tempo laufen können und sei nur kurz zwischendurch auch mal gegangen. Erster an dieser Station zu werden hatte er sich vorgenommen.

Beim Spendenmarathon wurde wegen der Hitze besondere Rücksicht auf die Gesundheit der Teilnehmer genommen. Die Strecke – ursprünglich auf mehr als Marathondistanz angelegt – wurde verkürzt und endete für die Teilnehmer vom Gymnasium spätestens am Bernsteinsee in Stüde. Zur Abschlussveranstaltung am Wolfsburger Rathaus ab 13 Uhr ging es per Bus. Dort wurden die Teilnehmer unter anderem von Bürgermeister Ingolf Viereck in Empfang genommen.

Läufer und Radler mit Organisator Martin Rausch (Mitte).

Wie Schulleiterin Cornelia Röhrkasten gegenüber dem IK erläuterte, waren vorab Anweisungen in Sachen Kleidung, Essen und Trinken an die Schüler herausgegeben worden. Jeder sollte sich die Strecke so lang auswählen, wie er konnte. „Überall standen Posten, die Erste Hilfe war gegeben“, sagte Röhrkasten. Es standen auch genügend Fahrer zur Verfügung, die die Teilnehmer zu den Start- und Zielpunkten brachten. Bei zu großer Hitze und zu extremen Bedingungen wäre das Ganze abgebrochen worden.

Die Teilnehmer hatten sich vorab Sponsoren gesucht: Mit den Spendengeldern soll die Antirassismusarbeit in der Region und an der Schule unterstützt werden.

VON HILKE BENTES UND PAUL GERLACH

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