Bei strahlender Sonne kamen am Wochenende ungezählte Besucher zur Bodenteicher Burg

Spektakulum für Aug’ und Ohr

Die pralle Sonne war des Besuchers Freude, für Gerüstete bedeutete sie viel Schweiß.

Bad Bodenteich. Was ist das Schönste am Burgspektakel Bad Bodenteich? Nun, diese Frage wird ein jeder anders beantworten.

Ob er sich im Bogen- und Armbrustschießen am liebsten übt, sich eine Schelle ans Bein binden mag, um den Narren zu geben, der Musik bevorzugt lauscht, die so fern und doch so zeitlos modern scheint, oder sich in ungezählte Genüsse zwischen Süß und Deftig zu stürzen vorhat. Oder ist es die Gemächlichkeit, mit der das Leben zwischen Burgplatz und dem Heerlager auf den Wiesen vonstatten geht? Oder die Rededuelle, die sich der Tross um die Vaganten und Spielleute liefert. In einer Sprache, die die unsere ins Reich der Fantasielosigkeit und des Bildverlustes stellt!.

Aug‘ und Gehör also schenkten am Wochenende viele Besucher von fern und nah dem Spektakel, das bereits ins 16. Jahr ging. Jubel erscholl für all die edlen Ritter, die sich um die Hand der liebreizenden Prinzessin Mandy von Bodenteich balgten. Gut gelaunt waren alle an den drei Dutzend Ständen, und kein Händel oder Zwietracht gab es unter den rund 600 Weibsbildern und Mannsleuten des Heerlagers. Der hochgeschätzte Herr Bürgermeister des Magistrats zu Bodenteich, Edgar, der Staßar, versuchte sich im Reimen und trotzdem wurde allen kund und zu wissen, dass das große Spektakulum anno 2012 um viele Attraktionen reicher ward. Weil die Grenzen nach Osten sich erweitert, begrüßte das Ritterturnier die „Haldenslebener Templer“; Furcht einflößende und als Ritter des Kreuzes erfahrene Mannen.

So verrannen die Stunden mit Frohsinn und Spiel. Heut‘ Abend, wenn die Turmglocke die neunte Stunde anzeigt, feiern alle die Walpurgisnacht. Aber gemach, eine der zauberhaften Versionen eher denn eine der lüsternen. Eine familienfreundliche eben, bei der ein Feuerzauber für manch Ahs und Ohs sorgen wird.

Von Barbara Kaiser

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