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Spaß nonstop

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Aufgereiht: Der Elferrat auf der Bühne. Mit den Isefunken, Musikzug, BSV-Tanzcorps und Mäusegarde war die Gruppe am Freitagabend in das Schützenhaus eingezogen. © Kayser

Hankensbüttel - Von Jürgen Kayser. In Hankensbüttel ging am Wochenende die 52. karnevalistische Sitzung des Bühnenspielvereins (BSV) über die Rampe. Vorsitzender Henning Jacob sprach am Freitagabend von 350 bis 400 Närrinnen und Narren, die den fulminanten Auftakt auf dem Wiethorn miterlebten.

„Feiert, singt und seid fröhlich, lasst die Kehlen nicht verrosten …“, gab Präsidentin Ilka Zander die Marschrichtung vor. „Da simmer mit dabei“, dachten zahlreiche Gäste und Prominente. Die Karnevals-Chefin begrüßte unter anderem Bürgermeisterin Beate Harms und Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp unter den Jecken. Punkt 20.11 Uhr waren Elferrat, Isefunken, Musikzug, BSV-Tanzcorps und Mäusegarde mit Pauken und Trompeten in den Narrentempel eingezogen.

Was folgte, war ein Kraftakt sondergleichen, ein Marathon: Rund 75 Akteure und 30 Helfer spielten, sangen, tanzten und kämpften sich mit Bravour durch das knapp fünfstündige Non-Stop-Programm. Riesentrubel und Action dominierten „Hankau Helau“ 2011. 22 Kracher Hankensbütteler Provenienz und Güte präsentierte die Show der Superlative. Das Karnevals-Spektakel war super choreographiert. Es bot A Cappella-Gesang neben Musik aus der Ton-Konserve. Spritzig-flott zeigten die Isefunken nicht nur wirbelnde Beine bei ihrer exzellent aufsgeführten Show „Der Löwe schläft heut Nacht.“

„Wahre Geschichten“ zu erzählen, die in Hankensbüttel passierten, dafür sind die Hinterhofsänger um Axel Voß prädestiniert. Sie sagen immer ein bisschen mehr als andere ... Spitzig, witzig und bissig nehmen sie aufs Korn, was manchen nachdenklich stimmt oder ärgert im liebenswerten „Luftkurort.“ Das Aufstellen des Maibaums zum Beispiel, oder den Baum selbst, der alle Vereine im Ort vereinen sollte, rückten die Karnevalisten ins Blickfeld. Die Hinterhöfler zielten zudem auf den Abriss des Deutschen Hauses. „In Hankensbüttel wir es langsam leer.“

Kraft und Stimme fanden sie, um unter der eifrig geschwungenen Trikolore über die Jubiläumsfeiern mit den französichen Partnern aus Le Mesnil St Denise nachzudenken. Spendabel, spendabel die Gemeinde „Für andere offiziell empfangene Gäste der Gemeinde reichte es nicht für das Begrüßungsgetränk“, monierten die Hinterhofsänger. Ilka Zander richtete eine Bitte in ureigener Sache an die Männer. „Ich mache eine Telefon-Diät“, verriet sie. Wenn es klingelt, nehme ich ab, also: Ruft mich an!“

So ging es Schlag auf Schlag durch das Programm: Es wurde gehauen und gestochen, gespottet und gekitzelt auf der Bühne wie in der Bütt: Christine Buse lag schon in den Startlöchern: Geschirrspülen, Putzen und Kochen war ihr Thema. Claudia Kasprzyck brachte sich als Fachfrau für den Allgemeinen Deutschen Pannendienst Nordic Walker in Stellung. „Ihr meint, uns braucht man nicht?“ – „Kürzlich wurde erst ein Nordic Walker von einem Jäger erschossen, wir haben den Mann ausfindig gemacht.“ Doch der hatte erklärt: „Es stand „Rehbock“ auf dem Arm des Walkers. Büttenredner Dirk Kahrens muss es wissen: Er empfahl bei Zeitungsanzeigen höllisch aufzupassen. Besonders bei eindeutig zweideutigen Texten. Kahrens: „Bei der Anzeige ,Frau mit Stil gesucht’ dachte ich, das wäre doch was für dich.“ „Angeschmiert: ‚Frau mit Stil’ – war mal eine Frau.“

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