Spaß mit fliegenden Scheiben

Gemeinde Hankensbüttel plant einen Disc-Golf-Parcours am Bolzplatz

Beim Disc-Golf geht es darum, auf einem Parcours eine Scheibe in einen Korb zu befördern. Ähnlich wie beim Golf siegt derjenige, der die geringste Anzahl an Versuchen benötigt.
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Beim Disc-Golf geht es darum, auf einem Parcours eine Scheibe in einen Korb zu befördern. Ähnlich wie beim Golf siegt derjenige, der die geringste Anzahl an Versuchen benötigt.

Hankensbüttel. Zwischen Bolzplatz und Grillplatz könnten künftig Frisbees fliegen: Die Gemeinde Hankensbüttel denkt darüber nach, die Fläche zu einem Disc-Golf-Parcours umzufunktionieren.

Mitglieder des Bauausschusses zeigten bei der Vorstellung des Projekts in der Sitzung am Montagabend großes Interesse, es wurden aber auch Bedenken geäußert, ob die Fläche nicht zu klein für eine solche Anlage sei. Der Ausschuss stellte die Beschlussfassung zurück, der Jugendausschuss solle sich auch noch mit der Thematik befassen.

Michael Rollnik vom Ausstatter Superfly stellte den Sport an sich und die Möglichkeiten einer solchen Anlage vor. „Es ist ähnlich wie Basketball mit Frisbees: Es geht darum, etwas Rundes in den Korb zu werfen.“ Das ließe sich mit einem gemütlichen Spaziergang in der Natur verbinden. „Disc-Golf ist ein generationenübergreifender Sport, den die ganze Familie ausüben kann.“ Dabei ginge es wie beim Golf darum, den Parcours mit einer möglichst geringen Anzahl an Würfen zu absolvieren. Die Anlage sei kostengünstig und verursache einen geringen Wartungsaufwand. Auf der Fläche zwischen Bolzplatz und Grillplatz ließe sich ein Parcours mit sechs Körben sowie einem Trainingskorb realisieren, dies würde etwa 6500 Euro kosten. Rollnik berichtete von der erfolgreichen Installation mehrerer Anlagen im Bremer Raum. „Aber auch hier in der Gegend gibt es einige Anlagen. Der nächste Parcours ist, glaube ich, am Tankumsee.“ Bei Braunschweig und Wolfsburg soll es weitere Disc-Golf-Anlagen geben.

Thomas Sordel (SPD) fand die Vorstellung einer solchen Anlage interessant: „Aber ich bin mir nicht sicher, ob der Platz ausreicht und ob die Anlage überhaupt genutzt wird.“ Peter Dietz (Grüne) überlegte: „Man müsste sich die Scheiben auf jeden Fall irgendwo ausleihen können.“ Elisabeth von Werden (CDU) war begeistert: „Das ist ein tolles Freizeitangebot für alle. Hankensbüttel ist ja nicht besonders groß, es fehlen Freizeitangebote.“ Ihr Parteikollege Hinrich Schulze zeigte sich skeptischer. „Ich glaube, der Platz ist zu klein. Im Prinzip kann ich mich da doch in die Mitte stellen und in alle Richtungen auf einen Korb werfen. Vielleicht sollten wir so eine Anlage lieber an der Wiethornschule bauen. Da ist mehr Platz.“ Sordel pflichtete ihm bei: „Mit der Wiethornschule könnte ich mich auch eher anfreunden.“ Das Stichwort Schule griff Heinz Gödecke von der Verwaltung auf: „Das Gymnasium hätte sicherlich auch Interesse an einer solchen Anlage. Das könnte Hankensbüttel schon gut vertragen.“ Bürgermeister Dirk Köllner (CDU) machte sich ebenfalls Gedanken um einen anderen Standort: „Vielleicht lieber durch’s Bachtal ...?“

Nach einigen Überlegungen, wie man den Verleih der Scheiben gestalten könne, schlug Köllner die Zurückstellung einer Beschlussfassung vor. „Der Jugendausschuss sollte sich auch mit dieser Thematik auseinandersetzen, auch die Jugendförderung wird da sicherlich großes Interesse haben.“

Von Dennis Klüting

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