Landvolk: Ende nächster Woche soll es „vernünftiges Angebot“ aus der Region geben

Spargelsaison in den Startlöchern

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Ende nächster Woche soll es so weit sein: Noch brauchen die Böden im Isenhagener Land und in der Region etwas Wärme, aber dann soll es ein „vernünftiges Angebot“ geben, erwartet der Geschäftsführer des Landvolks Gifhorn-Wolfsburg, Klaus-Dieter Böse. 

Oerrel/Langenbrügge/Landkreis Gifhorn. Bald landet wieder das weiße Gold auf den Tellern: Ende nächster Woche soll es ein „vernünftiges Angebot“ mit Spargel aus der Region geben, erwartet der Geschäftsführer des Landvolks Gifhorn-Wolfsburg, Klaus-Dieter Böse, im IK-Gespräch.

„Der Boden muss noch etwas wärmer werden“, erläutert Böse. Dafür sei noch ungefähr eine Woche mit warmen Temperaturen nötig. „Sonst wächst der Spargel nicht weiter.“ Es handele sich um den Folienspargel, der nun als Erstes geerntet werden könne. „Ohne Folie ist der Spargel jetzt noch nicht so weit.“ Es gebe auch Felder, bei denen Biogas-Abwärme unter die Folie geleitet werde – dann sei sogar eine ganz frühe Ernte möglich. Der Kilopreis liege dann aber auch deutlich höher.

Spargelanbauer in der Region bestätigen Böses Einschätzung. Oliver Brink vom Spargelhof Brink in Lüder rechnet ebenfalls damit, dass es Ende nächster Woche so weit sein könnte. „Vor zehn Tagen lag ja noch Schnee“, sagte er mit Blick auf die derzeitigen Bodenverhältnisse. Daher brauche das königliche Gemüse noch etwas Zeit.

„Vor dem 1. Mai wird es bei uns wohl nichts“, sagt Heinrich Buhr aus Oerrel. Die Besonderheit bei ihm: Er baut Spargel ohne Folie an. Der Boden müsse sich noch weiter erwärmen. Aber seine Kunden seien ohnehin auf Mai eingestellt: Dann komme der große Spargelhunger auf.

Dass Buhr ohne Folie arbeitet, liegt daran, dass er den Einsatz von Folie für zu teuer hält, zudem bedeute sie mehr Arbeit und mehr Aufwand. Darüber hinaus müsse die Folie danach als Sondermüll entsorgt werden. Kurios: Manche von Buhrs Kunden sagen, dass der Spargel ohne Folie besser sei. Eine Leiferderin sei überzeugt, dass dieser anders schmecke.

Von Paul Gerlach

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