Zahlreiche Gäste beim Neujahrsgespräch der Gemeinde Hankensbüttel

„Spannung und Veränderung“

Das Neujahrsgespräch der Gemeinde Hankensbüttel hatte eine gute Resonanz. Bürgermeister Martin Rausch sprach vor vielen Zuhörern über die Zukunft der Gemeinde. Fotos: Ollech

oll Hankensbüttel. Mehr als 100 Gäste hatten sich am Samstagvormittag zum Neujahrsgespräch der Gemeinde Hankensbüttel im Gasthaus Zur Linde eingefunden und wurden von Bürgermeister Martin Rausch (SPD) herzlich begrüßt.

„Good morning“, sangen die Hankensbütteler Kindergartenkinder mit Sabine Bernsdorf.

Mit den besten Wünschen für das neue Jahr hieß Martin Rausch Vertreter aus Vereinen und Verbänden, des Rettungsdienstes, der Polizei und Feuerwehr, Schulen Kirchen, Banken und des öffentlichen Lebens willkommen. „Ich freue mich über die Anwesenheit von Menschen, die sich dafür einsetzen, dass unsere Gemeinde gesund und sportlich bleibt. Menschen, die unsere Gemeinde mit Musik, touristischen und kulturellen Angeboten bereichern und die sich für Verständigung, Erinnerung, Demokratie, Bildung und Nächstenliebe einsetzen, so der Bürgermeister.

Rausch machte aber auch deutlich, dass er als neuer Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde nicht für alle Zeiten stehe. „Wir sind keine Erwählten, wir sind Gewählte“, so Rausch, der seine Pflichten auf Zeit sieht und intensiv arbeiten werde, um die Gemeinde nach vorn zu bringen. Der demografische Wandel lasse sich nicht aufhalten und zwinge dazu, Denken aufzugeben, dass es immer alles einfach so weiter ginge. Der Ausblick auf 2012 verspricht Spannung und Veränderung, sagte Rausch und sprach die Windenergie an. Aber auch das Vorhaben im Ortskern werde Gestalt annehmen und die noch freien Flächen in einem anderen Bild darstellen.

„Zugleich werden wir uns selbst klar machen müssen, wohin unser Ort eigentlich will. Senioren, Familien, Tourismus, Bildung und Verkehr müssen in andere, neue Strukturen gelenkt und das Gewachsene und das Gedeihende gestärkt werden“, sagte der Bürgermeister. „Für mich gibt es eine klare Marschrichtung: Hankensbüttel muss für Menschen, die auf dem Lande leben oder sich ansiedeln wollen, alternativlos sein. Als ein Ort, der seinen Bürgern in allen Bereichen vermittelt, dass sie hier gewollt sind und die Familie im Mittelpunkt steht“, so Rausch, der viel Beifall bekam.

Landrätin Marion Lau bezeichnete die Kommune als „Keimzelle der Demokratie“. „Wir sind als Landkreis eine kommunale Familie, die es zu erhalten und zu stärken gilt, um die Lebensqualität in unseren Dörfern und Städten noch zu steigern“, äußerte sie. Lau wünschte der Gemeinde Hankensbüttel alles Gute und ein starkes „Wir-Gefühl“. Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel war erfreut über das Miteinander in Hankensbüttel. Der Ort könne auf eine kreative Gesellschaft sowie auf einen gesunden Mittelstand zurückgreifen, „was uns hoffen lässt, Geschaffenes zu halten und weiter zu entwickeln“, so Taebel. Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Schneck sagte, dass man von der so genannten „Kirchturmpolitik“ wegkommen und über den Zaun schauen müsse, um an der Weiterentwicklung des bisher Erreichten anzuknüpfen. Äbtissin Susanne Jäger stellte das Kloster Isenhagen vor und machte deutlich, dass das Kloster zu den 15 Klöstern und Stiften der Klosterkammer Hannover gehört, das auf zahlreiche Schätze zurückgreifen kann. Mit beeindruckenden Bildern informierte Jäger über die Schönheiten des Klosters.

Der Männerchor Hankensbüttel sang unter der Leitung von Maria Fischer zunächst mit den Kindergartenkindern das Lied vom „Bruder Jakob“ sowie weitere Lieder wie „Lebe dein Leben“ von Otto Groll und „Immer wieder frohe Lieder“ von Robert Pappert. Der Männerchor feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Ein Imbiss ließ das traditionelle Neujahrsgespräch ausklingen.

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