„Sonderbar“ kommt gut an

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Cantate-Kids mit Kathrin Dreyer-Winkelmann als Maria (vorn).

Hankensbüttel - Von Marc Lücke. „Sonderbar“ lautete der Titel des weihnachtlichen Kindermusicals, das die Cantate-Kids 1 und 2 am Sonnabend in der St. Pankratiuskirche aufführten. Und das war wunderbar. Mit der Aufführung öffnete sich das 18. Türchen des Lebendigen Adventskalenders.

Das Musical, an dem 50 Kinder der beiden jüngsten Cantate-Chöre als Sänger und in Textrollen mitwirkten, erzählte die klassische Weihnachtsgeschichte von der Ankunft Jesu aus dem Evangelium, allerdings in einer modernen und kindgerechten Sprache. Text und Musik stammen von Gaba Mertins.

Seit Oktober hatten die Cantate-Kids zusammen mit ihrer Chorleiterin Claudia Kasprzyck eifrig geprobt, um „Sonderbar“ am vierten Advent in der Kirche aufzuführen. Das Kindermusical besteht aus neun Liedern, die die einzelnen Szenen schildern von dem Moment, wo Maria ein Bote erscheint bis zu dem, als die Weisen aus dem Morgenland (hier: Sterndeuter) mit ihren Präsenten erscheinen. Die Magier aus dem Osten, die bei Matthäus als Heiden gelten, haben den Aufgang eines Sterns beobachtet und kommen nach Jerusalem, um dem neugeborenen König zu huldigen.

Als Sprecher des Musicals fungierte Martin Rausch, Vater zweier Cantate-Kids, mit geschulter Rhetorik. Fast jeder der jungen Sängerinnen und Sänger hatte im Laufe des Stücks eine Solorolle. Kathrin Dreyer-Winkelmann glänzte als Maria, Mutter von Jesus, und als ihren Mann Josef hatte sie Nena-Marie Tack an ihrer Seite.

Laut den Evangelisten Matthäus und Lukas stammte Josef aus dem Geschlecht des israelitischen Königs David. Matthäus berichtet weiter, Josef sei mit Maria verlobt gewesen und habe sie auf Weisung eines Engels, der ihm nachts im Traum erschienen war, zur Frau genommen, obwohl sie (nicht von ihm) schwanger war. Noa Wussow mimte einen Herold. Lana Hallmann, Zoe Rausch und Lea Grieß verkörperten die Verkündungsengel. „Sonderbar – was damals in dem Stall geschah – und irgendwie auch wunderbar. Gott kommt allen Menschen nah“ lautete eine zentrale Liedstrophe.

Die Kinder sangen zu Playback-Musik von CD, die Martin Kasprzyck an der Technik einblendete. „Jesus, Jesus, Hoffnung hat einen Namen, und der hält, was er verspricht“ hieß es einmal. Weihnachten ist ja auch ein Fest der Geschenke. Doch eine Einsicht vermittelte das Musical den Kindern, und diese sangen sie laut heraus: „Ein Geschenk, ein großes Geschenk, das allergrößte Geschenk ist Jesus“.

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