Sommernachtstraum nach Freiluft-Action

Otter-Zentrum feiert zum 25-jährigen Bestehen mit vielen Gästen gelungenes Sommerfest

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Wer über das Gelände streifte, hatte gute Chancen, Feen und anderen Fabelwesen zu begegnen.

Hankensbüttel. Am Torwandschießen kam kaum ein Kind vorbei. Sechs Schuss galt es zu versenken, beim siebten wurde die Schussgeschwindigkeit gemessen.

Wer am Sonnabend das Sommerfest des Otter-Zentrums in Hankensbüttel besuchte, wurde schon vor dem Eingang mit den ersten Attraktionen empfangen. Und vom Dach des Gebäudes verschaffte der auf der Insel im See beheimatete Jungstorch sich eine Übersicht vom bunten Treiben.

Filzen, Experimente mit Wasserläufern und Seerosen aus Papier, Wissenswertes über die Lebewesen im Bach und den Igelschutz, Stockbrotbraten und mittendrin ein zünftiges Tretbootrennen auf dem Isenhagener See – die Auswahl war enorm. Dazu gab es Gipsabdrücke von Otterspuren, den Mobilen Weltladen, Glitzertattoos, Kinderschminken und Extra-Zöpfe, die die Haarpracht bei Kindern zierten. Auf der Hermelinheide wurde Blasrohrschießen angeboten, und natürlich standen auch die tierischen Bewohner des Zentrums im Fokus, etwa beim Frettchen-Streicheln oder bei Fütterungen. Die Rainbow School of Irish Dancing aus Groß Oesingen unterhielt die Gäste mit flottem irischem Tanz.

Elfen bereicherten bei Einbruch der Dunkelheit den „Sommernachtstraum“ – war das da eben mit den langen Ohren nicht der Puck aus Shakespeares Meisterwerk? Klassiker der anderen Art bot derweil der Bodenteicher Gitarrist Rod Coote am abendlichen Lagerfeuer. Im Freiluftatelier der Wittinger Künstlerin Natascha Engst-Wrede wurden großformatige Bilder gemalt.

Gleichzeitig erleuchteten Schwedenfeuer und hunderte Teelichte in Weckgläsern das Gelände. Die schummrig-schöne Stimmung am Abend wurde auch von Geschichtenerzähler Andreas Bollmann unterstützt. Zudem durften große und kleine Besucher gleich bei zwei Feuershows über das Geschick der Protagonisten staunen.

„Es ist eine besondere Atmosphäre, das Otter-Zentrum einmal so zu erleben“, sagte der pädagogische Leiter Thomas Lucker, der mit dem Besuch äußerst zufrieden war. In ihrem Jubiläumsjahr verzeichnete die Naturerlebnis-Einrichtung offenbar eins ihrer bestbesuchten Sommerfeste.

Die nächste Veranstaltung dieser Art findet im Herbst statt – mit der Lichternacht am 19. Oktober. Der Jungstorch wird dann wohl in Afrika weilen.

Von Burkhard Ohse und Holger Boden

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