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ZGB soll erst prüfen

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Bei Steimke stehen bereits Windräder. Ob um Hankensbüttel noch weitere dazu kommen, steht derzeit noch nicht fest. F.: Dolezych

Hankensbüttel. Der Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Hankensbüttel hat am Donnerstagabend seine Empfehlung für eventuelle weitere Windkrafträder in der Gemeinde gegeben. Die Politik empfahl mehrheitlich den Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) zu bitten, bei einer möglichen Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogrammes Flächen in der Gemeinde Hankensbüttel zur Errichtung von Windkraftanlagen zu berücksichtigen.

Ein Grundsatzbeschluss über weitere Windräder war in der letzten Sitzung vor einigen Wochen zunächst noch vertagt worden. Seither gab es von der Politik und der Gemeinde einberufene Informationsabende für interessierte Bürger.

Während der Ausschusssitzung am Donnerstagabend wurde erneut deutlich, dass die Hankensbütteler Politik die Planung des ZGB abwarten muss, um über die mögliche Errichtung weiterer Windräder diskutieren zu können. Man müsse abwarten, was vom ZGB kommt, dann könne man sehen, wie sich die Politik dazu verhält, erklärte Martin Rausch (SPD) vor den Zuhörern, die sich vergleichsweise zahlreich zur Sitzung im Bürgerhaus eingefunden hatten. Das machten auch Arnd Meyer jun. und Dirk Köllner (beide CDU) deutlich. Wenn der Zweckverband Großraum Braunschweig, der über eventuelle weitere Windkraft-Gebiete die Planungshoheit hat, seine Stellungnahme abgegeben hat, sei man auf der sicheren Seite. So fische man nur im Trüben, meinte Köllner. Aus dieser Situation heraus ist auch der Beschlussvorschlag entstanden, äußerte Meyer.

„Wir können Anträge nicht ablehnen oder annehmen, wenn wir noch nicht wissen, wo überhaupt weitere Windräder möglich sind“, ergänzte Beate Harms (CDU) hinsichtlich der vier Anträge für Windräder, die auf der Tagesordnung standen. Neben den Anträgen der Eigentümergesellschaft Harsahl, eines Weddersehler Landwirtes und einer Interessengemeinschaft, die bei Emmen Windräder errichten würde (das IK berichtete), liegt nun auch ein Antrag für die Errichtung von Windrädern zwischen Hankensbüttel und Alt Isenhagen vor. Peter Dietz (Grüne) erklärte insbesondere den Zuhörern, dass etwaige Wünsche und Befürchtungen zwar registriert wurden, im Moment aber noch nicht auf der Tagesordnung stehen. Ausschussvorsitzender Dirk Köllner wies diesbezüglich daraufhin, dass spätere Sitzungen zu dem Thema ebenfalls öffentlich sein werden.

Ingrid Wrede (FDP) verdeutlichte ihre Position gegen weitere Windräder um Hankensbüttel und verwies auf die Gesundheit der Bürger, die durch von Windrädern ausgehenden Infraschall beeinträchtigt werden könne. Zwei Zuhörer teilten dem Ausschuss ebenfalls ihre gesundheitlichen Bedenken mit.

Der Ausschuss empfahl dem ZGB ein Signal zur grundsätzlichen Prüfung weiterer Vorranggebiete zu geben, erst dann kann beraten werden. Der gemeinsame Beschlussvorschlag zu allen vier Anträgen wurde bei einer Gegenstimme von Ingrid Wrede empfohlen. Martin Rausch hatte zuvor beantragt, bei der Abstimmung alle Anträge zusammen zu fassen. Dem folgte der Ausschuss einstimmig. Neben der Berücksichtigung der Flächen in Hankensbüttel wird der ZGB laut Beschlussvorschlag zudem gebeten, seinen ausgearbeiteten Entwurf zum nächstmöglichen Zeitpunkt der Gemeinde Hankensbüttel zur weiteren Prüfung und Beratung vorzulegen.

Von Sabine Peter

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