Neue Nutzungspläne für ehemaligen Truppenübungsplatz und Teile der Kaserne

Solarpark für Dedelstorf

Große Pläne haben Gemeinde und Samtgemeinde mit dem Kasernengelände in Dedelstorf. Foto: Frankewitsch

Dedelstorf. Still geworden war es in letzter Zeit um die weitere Nutzung des Geländes des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Dedelstorf. Die Pläne, einen etwa acht Hektar großen See mit Ferienhäusern drumherum anzulegen, konnten nicht realisiert werden.

Lediglich der Sandabbau war dem Investor, der das Gelände bereits 1994 übernommen hatte, genehmigt worden. Derzeit gibt es keinen Absatzmarkt für den Sand, denn der sollte für den Bau der A 39 verwendet werden. Die lässt bekanntlich auf sich warten.

Nun gibt es neue Pläne, verrät Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, der zur Gemeinde Dedelstorf gehört, ist der Bau eines Photovoltaik-Parks geplant. Ob auf der rund 200 Hektar großen Fläche gebaut werden darf, wird derzeit in Gesprächen geprüft.

So haben Gemeinde und Samtgemeinde, die für die dann erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes zuständig ist, bereits mit dem Landkreis, Naturschutzbehörde und Vertretern des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) Kontakt aufgenommen. Der ZGB, der für das Regionale Raumordnungsprogramm zuständig ist, habe positive Signale ausgesendet, unterstreicht Taebel im IK-Gespräch.

Bei der Nutzung des ehemaligen Truppenübungsplatzes hat auch die Samtgemeinde Hankensbüttel einen Wunsch angemeldet: Ein Teil der Fläche soll dem Segelflugverein zur Verfügung gestellt werden. Das Gelände bei Repke muss der Verein bis 2014 räumen. Das Gelände bei Dedelstorf eigne sich hervorragend für die Zwecke des Segelflugvereins, ist Taebel überzeugt.

Das eigentliche Kasernengelände, das rund 40 bis 50 Hektar groß ist, wird bereits genutzt. Dort sind gewerbetreibende Betriebe untergebracht. Ab Mitte des Jahres stehen weitere Gebäude zur Verfügung, denn die Unterkünfte und die Küche, die die Polizei für die Zeit der Castor-Transporte nutzte, werden nicht mehr benötigt. Der Nutzungsvertrag wurde, wie berichtet, von der Polizeidirektion Braunschweig gekündigt.

Vorstellen können sich Gemeinde und Samtgemeinde, in der ehemaligen Kaserne Wohnen und Gewerbe zu kombinieren. So könnten sich in Dedelstorf Firmen ansiedeln, die im Bereich regenerativer Energien tätig sind. Auch für den Bereich Forschung wäre das Gelände interessant, ist Taebel überzeugt. Bewusst ist dem Samtgemeindebürger, dass dies ein Prozess sein wird, der sich über einen großen Zeitraum hinziehen wird. Schritt für Schritt wolle man sich dem Ziel nähern. In vielleicht 20 Jahren werde man da sein, wo man hinwolle, gibt sich Taebel vorsichtig optimistisch.

Von Walter Manicke

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