Räderloher tritt bei Wahl des Samtgemeindebürgermeisters an

Singer will an die Hankensbütteler Rathaus-Spitze

Momentan lenkt er die Geschicke der Gemeinde Steinhorst, im September möchte er sich zum Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeister wählen lassen.
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Momentan lenkt er die Geschicke der Gemeinde Steinhorst, im September möchte er sich zum Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeister wählen lassen.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Für die Wahl des Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeisters im September steht nun auch der CDU-Kandidat fest: Es ist Klaus-Hinrich Singer aus Räderloh.

Hankensbüttel/Räderloh – Der Bürgermeister von Steinhorst möchte nach 20 Jahren Kommunalpolitik an die Spitze der Verwaltung wechseln.

Der 52 Jahre alte Räderloher, verheiratet und Vater von zwei Kindern, sitzt seit 2001 im Steinhorster Gemeinderat und wurde 2016 zum Bürgermeister gewählt. Seit rund anderthalb Jahrzehnten ist Singer Mitglied im Aufsichtsrat der Volksbank Südheide – Isenhagener Land – Altmark.

Klaus-Hinrich Singer aus Räderloh wirft für die Wahl seinen Hut in den Ring.

Der ausgebildete Landwirt (Thaer-Seminar in Celle) möchte die Nachfolge von Amtsinhaber Andreas Taebel antreten, der bekanntlich erklärt hatte, dass er nicht erneut zur Wahl antreten wird. Singer sagt über seine Motivation: „In den vergangenen Jahren, in denen ich Bürgermeister der Gemeinde Steinhorst sein durfte, habe ich gemerkt, dass die Arbeit im Team zum Wohl der Bevölkerung mir große Freude bereitet und dass man mit Nachdruck und Hartnäckigkeit, aber eben auch größtmöglicher Transparenz viel erreichen kann.“ Dieses möchte er in Zukunft auf den Bereich der Samtgemeinde Hankensbüttel ausdehnen.

Diese Region mit ihren Menschen und ihrer Natur liegt Singer sehr am Herzen, wie er betont. Das Amt des Samtgemeindebürgermeisters umfasse zum einen die Leitung der Verwaltung. „Diese Verwaltung begreife ich, selbstverständlich unter Wahrung aller gesetzlichen Regelungen, als Dienstleister für die hier lebenden Menschen.“ Bürgernähe und schnelle, klare, nachvollziehbare Entscheidungen müssten das Ziel sein.

Die zweite Säule des Amtes zum anderen sei der direkt gewählte Bürgermeister, der politische Mehrheiten herbeiführen muss, sagt Singer. Das Etatrecht liege in jeder Ebene immer beim Parlament, also beim Samtgemeinderat. „Hierfür muss man divergierende Interessen zusammenführen können, am besten geht das, wenn man gut mit Menschen kann.“ Die Interessen der Samtgemeinde auch nach außen zu vertreten und ihre Belange verfolgen zu dürfen, „würde mich sehr freuen.“

Im Hankensbütteler Rathaus würde Singer, wenn er gewählt werden sollte, die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, die selbstverständlich alle eigenverantwortlich agieren, besonders berücksichtigen. Die Verwaltung sei für die Kommunen da und die Gemeinden könnten sagen, wo sie Hilfe brauchen. Da wolle er Ansprechpartner sein. Als Bürgermeister wisse er genau Bescheid, was ehrenamtlich zu leisten sei und was nicht.

Die CDU-Orts- und Gemeindeverbände im Landkreis beginnen derzeit mit den Vorbereitungen für die bevorstehende Kommunalwahl am 12. September. „Neben den örtlich spezifischen Themen steht aber zunächst die Personalfindung für die Gemeinderäte und den Samtgemeinderat im Vordergrund,“ sagt der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Andreas Kuers. Der CDU-Gemeindeverband Hankensbüttel hatte daher unter den Mitgliedern eine Befragung umgesetzt und um Vorschläge gebeten.

Der Vorstand des Gemeindeverbands hat in dieser Woche eine entsprechende Vorlage beraten. Dabei kam man einstimmig zum Beschluss, der noch anstehenden CDU-Aufstellungsversammlung Singer als Kandidaten für das Samtgemeindebürgermeister-Amt vorzuschlagen. „Er verfügt über sehr große Erfahrung in der Kommunalpolitik und hat als Gemeindebürgermeister in Steinhorst in den vergangenen Jahren dauerhaft exzellente Arbeit geleistet,“ hält Kuers fest. Singer zeichne neben seinem großen Fachwissen seine Geradlinigkeit und Teamarbeit aus, war der einhellige Tenor im Vorstand des Gemeindeverbands. Man sei sich einig darin, dass die CDU mit Singer einen Kandidaten habe, der das nötige Potential für diese verantwortungsvolle Aufgabe mitbringt.

Damit steht der zweite Kandidat für die Samtgemeindebürgermeister-Wahl fest. Im Oktober hatte Henning Evers, aufgewachsen in Oerrel sowie Steimke und heutiger Flensburger, seine Kandidatur verkündet. Die Nominierung durch die Fraktion „Pro Samtgemeinde Hankensbüttel“ steht – wie bei Singer durch die CDU – allerdings noch aus.

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