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„Da sind alle Menschen gleich“

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Bepackt mit Rucksäcken und Schlafsäcken starteten die Hankensbütteler Pfadfinder am Uelzener Bahnhof.  Fotos: privat
Bepackt mit Rucksäcken und Schlafsäcken starteten die Hankensbütteler Pfadfinder am Uelzener Bahnhof. Fotos: privat

Hankensbüttel. Viele persönliche Erfahrungen und das schwedische Königspaar in greifbarer Nähe.

Die sieben jungen Pfadfinder, die in den Sommerferien am zehntägigen „World Scout Jamboree“ im schwedischen Rinkaby teilnahmen, haben eine Menge aus dem internationalen Camp für Pfadfinder mitgenommen. Fast vier Wochen waren die sieben Hankensbütteler der Gruppe „Geschickte Otter“ in Schweden unterwegs. Denn bevor sie ins XXL-Pfadfinder-Camp starteten, wurde in Sjöbo ein Vorlager der deutschen Teilnehmer ausgerichtet.

Robert Severloh, Pascal Hanke, Anna Severloh, Gesa Riedel, Janne Körner, Laura Burmeister und Leon Voges vom Hankensbütteler Pfadfinder-Stamm Florian Geyer haben sich zwei Jahre auf ihren Trip zum „World Scout Jamboree“ vorbereitet. Die sieben Hankensbütteler gehörten zu den 2300 Jugendlichen aus Deutschland, die am internationalen Camp teilnahmen. „Es kamen sogar Pfadfinder mit dem Fahrrad aus Uganda“, berichten die Hankensbütteler Mädchen und Jungen, die seit kurzem zurück sind.

In Rinkaby erlebten sie mit über 40 000 Teilnehmern das größte Weltpfadfindertreffen. Schnell wurden erste Freundschaften geschlossen. Die Hankensbütteler lernten in Schweden Jugendliche aus der ganzen Welt kennen. Sogar der schwedische König Carl Gustaf und seine Frau Silvia besuchten das Lager.

Nach dem Erlebnissen im 40 000-Pfadfinder-Camp fuhren die Hankensbütteler noch für eine Woche in die Nähe von Stockholm, wo sie die Zeit mit Kanufahrten und Besuchen in der Hauptstadt Schwedens verbrachten. Für jeden Pfadfinder ist es ein Traum einmal am Jamboree teilzunehmen, wissen auch die „geschickten Otter“.

Den Trip finanzierten sie sich durch Spenden. Die Hankensbütteler bedanken sich bei allen Privatpersonen und Firmen, die ihnen durch Spenden dieses „unvergessliche Erlebnis“ ermöglichten. Werner Riedel unterstützte sie beim Spenden sammeln und verwalten. Beim Wintermarkt im Otterzentrum, beim Hankensbütteler Weihnachtsmarkt und beim Waffelverkauf im Supermarkt hatten die Pfadfinder ihre Stände aufgebaut und Selbstgebautes und Gebackenes verkauft.

Jeder hatte im Lager seine Aufgabe – kochen, putzen, waschen, und das ohne Strom oder andere Vorzüge der Zivilisation. Kein Fernseher und das Handy hatte auch schnell keinen Saft mehr. „Aber das Leben in der Natur ist auch richtig befreiend“, finden die Jugendlichen.

Die Amerikaner hatten „Popcorn ohne Ende“ dabei, die Kanadier Pancakes, bei den Deutschen gab es Bratwurst und Schmalzbrote, die Polen hatten Milchbonbons und die Schweden Zimtschnecken, Datteln gab es von den Pfadfindern aus den orientalischen Ländern. Die Hankensbütteler hatten zudem den typisch deutschen Gartenzwerg im Gepäck.

Im Camp wurde untereinander Englisch gesprochen, was die Hankensbütteler in dieser Fremdsprache forderte und förderte. „Es gab keine Vorurteile dem anderen Nationen gegenüber, es gab nur Freude gemeinsam etwas zu unternehmen. Und da sind alle Menschen gleich“, finden sie.

Von Sabine Peter

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